Pfad:  Home > Historische Vereine > Hagener Geschichtsverein > Der HGV im Blickpunkt der Öffentlichkeit

Der HGV im Blickpunkt der Öffentlichkeit


Heimatpreis 2019


- Einladung Heimatpreis
- Zeitungsbericht Heimatpreis

Begründung 1. Platz „Heimat-Preis Hagen 2019“: Hagener Geschichtsverein


Der Hagener Geschichtsverein wurde 1988 gegründet. Seitdem ist die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit.

In diesem Zusammenhang entstanden Referenzwerke wie „Hohenlimburg unterm Hakenkreuz“ oder „Hagen unterm Hakenkreuz“. Der Hagener Geschichtsverein ist auch der Träger der Initiative „Stolpersteine“ in Hagen.

Heimat kann nicht die idealisierte Vorstellung einer vergangenen Welt sein. Gerade in Zeiten von erstarkendem Antisemitismus und Rechtsradikalismus ist ein kritischer Blick auf die eigene Vergangenheit wichtig, um diese Tendenzen abzuwehren. Seit 2017 arbeitet der Geschichtsverein Hagen deshalb verstärkt an Projekten, die an Schüler und Jugendliche gerichtet sind. Auch sie müssen die Vergangenheit ihrer Stadt kennen, um eine eigene, aktive Haltung zu heutigen Problemen zu entwickeln. Viele dieser Jugendlichen sind Migranten oder Nachkommen von Zugewanderten. Die Arbeit an heimatgeschichtlichen Projekten schafft Bindung, Zugehörigkeitsgefühl und Orientierung. Die Vereinsmitglieder leisten diese Arbeit natürlich ehrenamtlich.

Als Beispiele seien erwähnt die Beiträge des Geschichtsvereins bei der Veranstaltung „Hagener GeDenken“, dem Projekt „digitale Stolpersteine“, bei der Erstellung der Hefte „Tatort Hohenlimburg“ und „Emst unterm Hakenkreuz“, bei der Entwicklung von themenbezogenen Stadtteilrundgängen in Emst und Hohenlimburg sowie den Büchern von Pablo Arias und Rainer Stöcker über NS-Euthanasie und Rassenpolitik als Teil eines laufenden Projekts über Kranke und Behinderte in Hagen.

Dabei arbeitet der Geschichtsverein eng mit der Stadt Hagen, anderen Vereine und privaten Sponsoren zusammen. Gemeinsam mit dem Rahel-Varnhagen-Kolleg und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit besteht die erste vom NRW-Bildungsministeriums anerkannte offizielle Bildungspartnerschaft um eine Gedenkstätte, nämlich die Alte Synagoge Hohenlimburg.

Heimat ist nicht mehr zwingend der eine Ort, sondern kann an verschiedenen Plätzen liegen. Kaum eine Stadt im Ruhrgebiet hat einen größeren Anteil an Migranten als Hagen. Unsere Stadt muss Platz haben sowohl für einheimische Traditionen als auch für Fremdes. Und genau dies greift der Geschichtsverein auf. 2017 und 2018 unterstützte er eine erste Arbeit über Griechen, Italiener und Türken in HagenBuch 2018 sowie die Internetseite und das Heft „Migrationsrundgang in Wehringhausen“, der den GeoAwardRuhr-Preis des Regionalverbands Ruhr gewann.

Nach Meinung der Jury überzeugt der Hagener Geschichtsverein insbesondere durch die Einbindung junger Menschen und schafft es so auf vorbildliche Art und Weise, den Begriff „Heimat“ mit dem Blick auf die Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft weiter zu entwickeln.

Ich gratuliere herzlich und bitte alle Repräsentanten des Hagener Geschichtsvereins nach vorne.
<p style="margin-bottom:0cm; margin-bottom:.0001pt; line-height: normal"><span style="font-size:12.0pt; font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif"></span></p>


Bitte beachten Sie das Copyright und Urheberrecht der Artikel, Abbildungen und sonstigen Inhalte. Jegliche kommerzielle und sonstige Nutzung von Artikeln und Inhalten, auch in Teilen, ist untersagt.