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Literaturbesprechung

Museen im Zwielicht. Ankaufspolitik 1933-1945 (Kolloquium vom 11. bis 12. Dezember 2001 in Köln) /
Die eigene Geschichte. Provenienzforschung an deutschen Kunstmuseen im internationalen Vergleich (Tagung vom 20. bis 22. Februar 2002 in Hamburg). Hg. v. der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste Magdeburg, bearb. v. Ulf Häder unter Mitwirkung von Katja Terlau u. Ute Haug. Magdeburg: Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 2002 (Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste; 2). 504 S., mehrere Farb- u. s/w-Abb, EUR 24,90. ISBN 3-00-010235-3

Rezensiert von Vanessa Voigt M.A., Sprengel Museum Hannover,
Forschungsprojekt: "Provenienzforschung der frühen Sammlung Sprengel 1934 bis 1945"
Email: Vanessa-M.Voigt@web.de


Die zweite Veröffentlichung der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste Magdeburg vereint insgesamt 26 Beiträge ausgewählter Fachreferenten der thematisch aufeinander abgestimmten ersten beiden Tagungen zur Provenienzforschung in Deutschland: "Museen im Zwielicht. Ankaufspolitik 1933-1945" (Kolloquium vom 11. und 12. Dezember 2001 in Köln. Geplant und organisiert von Dr. Katja Terlau) sowie "die eigene GESCHICHTE. Provenienzforschung an deutschen Kunstmuseen im internationalen Vergleich" (Tagung vom 20. bis 22. Februar 2002 in Hamburg. Geplant und organisiert von Dr. Ute Haug). [1]

Nach der Washingtoner Erklärung über die "Grundsätze in Bezug auf Kunstwerke, die von den Nationalsozialisten beschlagnahmt wurden" (3. Dezember 1998) und der ein Jahr später in Deutschland erfolgten "Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz" thematisiert die hier zu besprechende Publikation die Methodik und die Problematik der Provenienzforschung aus der Perspektive von Kunsthistorikern, Historikern, Vertretern des Kunsthandels und Juristen. Die hieraus resultierende Fülle von Informationen zeichnet das Werk aus, eröffnet dem Leser einen grundlegenden Einblick in die Thematik und ist für die Provenienzforschung insgesamt unerlässlich. Hervorzuheben ist zudem die systematische Darstellungsweise jedes einzelnen Beitrages, die durch ausgewählte Beispiele ergänzt wird sowie umfangreiche Anmerkungen, die ihrerseits eine hervorragende Grundlage für weitergehende Forschungen darstellen. Die englischsprachige Zusammenfassung jedes Aufsatzes verweist ihrerseits auf die internationale Bedeutung dieser Forschung.

Der erste Teil der Publikation fasst die Beiträge des Kölner Kolloquiums "Museen im Zwielicht. Ankaufspolitik 1933-1945" zusammen. Breiten Raum nimmt hier die Darstellung von Geschichte und Ankaufspolitik einzelner Museen und Institutionen während der NS-Zeit ein. Katja Terlau ("Das Wallraf-Richartz-Museum in der Zeit zwischen 1933-1945"), die sich im Rahmen ihres heute bereits abgelaufenen Forschungsprojektes für das Wallraf-Richartz-Museum Köln mit der Museumsgeschichte zwischen 1933 und 1945 und vor allem mit dessen Ankaufspolitik befasst hat, konstatiert, dass rund "ein Drittel des Sammlungsbestandes in der benannten Zeit eine wesentliche Umschichtung erfahren habe." (21) Kunstwerke, die im Zuge der Aktion "Entartete Kunst" beschlagnahmt worden sind, wurden durch Ankäufe aus den Niederlanden und Frankreich ersetzt. Unmittelbar nach dem Krieg sind zahlreiche dieser Erwerbungen restituiert worden, die Provenienz weiterer ist jedoch bis heute ungeklärt. Eine vergleichbare Situation stellt Bettina Bouresh ("Kunsterwerbungen im Rahmen der Neuordnung des Rheinischen
Landesmuseums Bonn 1939-1945. Eine Fallstudie") für das Rheinische Landesmuseum Bonn vor. Vor allem in den dreißiger Jahren wurden auch in diesem Museum "umfangreiche Kunsterwerbungen und Tauschaktionen" (41) getätigt. Sowohl Terlau als auch Bouresh ergänzen ihre Darstellung durch ausgewählte Fallbeispiele, die wertvolle Hinweise vor allem für die Provenienzforschung und deren Vorgehensweise enthalten. Ergänzend zu der Situation rheinischer Museen in der Zeit von 1933 bis 1945 verweist Nikola Doll ("Die "Rhineland-Gang": Ein Netzwerk kunsthistorischer Forschung im Kontext des Kunst- und Kulturgutraubes in Westeuropa") auf die komplexen Verstrickungen von kunsthistorischer Forschung und Politik in den Kunst- und Kulturgutraub der Jahre von 1933 bis 1945. Da auch der Kunsthandel wesentlichen Anteil am Kunst- und Kulturgutraub der NS-Zeit hatte, widmen sich weitere Beiträge dieser Thematik. Andreas Hüneke ("Die "Verwertung" der
"entarteten" Kunst zwischen Ideologie und Kommerz") geht in seinem Beitrag auf die Verwertung so genannter "entarteter Kunst" ein und konstatiert, dass sich die Forschung in diesem Zusammenhang eher den Verlusten der Museen widmen solle, als den Erwerbungen. Horst Keßler ("Die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung in Augsburg") verweist in diesem Zusammenhang auf den Kunsthändler Karl Haberstock und beschreibt im Wesentlichen die Aufarbeitung und die Inventarisierung des Nachlasses von Karl und Magdalene Haberstock.
Vor allem für die Provenienzforschung sei dieser Nachlass aufgrund des umfangreichen Quellenmaterials und der etwa 4000 überlieferten Auktionskataloge sehr bedeutend.

Dass auch schweizerische Museen, Sammler und Händler während der NS-Zeit in den Handel mit Fluchtgut und Raubgut involviert waren, belegt Esther Tisa Francini ("Kunsthandel in der Schweiz 1933-45: Fluchtgut, Raubgut und die Restitutionsfrage") von der Unabhängigen
Expertenkommission der Schweiz. Ausführlich beschreibt sie den Kunsthandel in der Schweiz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (110f.) und prägt dabei neben den bekannten Begriffen von "Beutekunst" und "Raubkunst" den Begriff des "Fluchtgutes": Kunstsammlungen, oder Teile davon, die von ihren Eigentümern, oder in deren Auftrag (nach 1933) in die Schweiz verbracht wurden. (112f.) Ergänzend hierzu stellt Hans Bonke ("Museum Boymans en de Nederlandse kunstmarkt 1933-1945") die Verstrickungen niederländischer Kunsthändler und Auktionshäuser in den Handel mit beschlagnahmten Kunstwerken aus ehemals jüdischem Besitz während der deutschen Besatzungszeit vor. Beide Aufsätze machen deutlich, welche Auswirkungen die nationalsozialistische Kulturpolitik und deren Kunst- und Kulturgutraub auch auf andere Länder hatte.

Vier weitere Aufsätze widmen sich der Methodik und Problematik der Provenienzforschung. Wissenschaftler schildern in diesem Teil die Praxis der Forschung anhand von Einzelbeispielen. Der Leser erhält einen fundierten Einblick in die unterschiedlichen Methoden, die im Zuge der Recherche erforderlich sind. Harald König ("Leihgaben der Bundesrepublik Deutschland aus Beständen, die zwischen 1933-1945 in Reichsbesitz gelangten") von der Oberfinanzdirektion Berlin - Bundesvermögensabteilung stellt einleitend die Provenienzrecherche des Restbestandes von etwa 2200 Kunst- und Kulturgütern vor, die zwischen 1933 und 1945 in Reichsbesitz gelangten. Ilse von zur Mühlen ("Von der Herkunftsgeschichte zur Restitution - Ein Erfahrungsbericht"), die als erste Wissenschaftlerin in Deutschland im Jahre 1999 von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München mit der Überprüfung der Provenienzen vor allem von Erwerbungen aus der Zeit von 1933 bis 1945 beauftragt wurde (Diese Stelle ist bereits im August 2002 ausgelaufen!), schildert anhand eines bereits erfolgten Restitutionsfalles detailliert die Vorgehensweise und die Schwierigkeiten, die sich im Zuge der Recherche ergeben können. Ergänzend zu den Erfahrungen in Deutschland verweist die amerikanische Kunsthistorikerin Laurie A. Stein ("Provenienzrecherche und das Problem verwechselter Identitäten") auf den Umgang mit der Provenienzforschung in Amerika. Dass die Provenienzforschung nicht nur Museen und Bibliotheken betrifft, sondern ebenfalls für den internationalen Kunsthandel von moralischer, kommerzieller und juristischer Bedeutung ist, belegen Vertreter des Auktionshauses Christie's, Andreas Rumbler und Stephanie Tasch ("Provenienzforschung aus der Perspektive des internationalen Kunsthandels"). Jeder der genannten Aufsätze belegt wie bedeutend, facettenreich und häufig aufwendig die Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut im Einzelfall sein kann. In diesem Zusammenhang verweist Ulli Seegers ("The Art Loss Register-eine private Datenbank zwischen Kunstkriminalität, Beute- und NS-Raubkunst") auf die Datenbank "The Art Loss Register" (ALR), die größte private Datenbank zur Aufklärung von Kunst- und Antiquitätendiebstahl, die zur Auffindung gesuchter Kulturgüter, aber auch zur Klärung offener Provenienzen beitragen kann.
Ein weiterer Themenbereich beschäftigt sich mit den rechtlichen Bedingungen von Restitutionen. Astrid Müller-Katzenburg ("Gutgläubiger Erwerb, Ersitzung, Verjährung.?") legt die juristische Beurteilung von Streitfragen im Zusammenhang mit dem Erwerb und dem Verlust von Kunstgegenständen fest. Dass Recht und Moral insgesamt keine Gegensätze sind, konstatiert der Jurist Erik Jayme ("Die Washingtoner Erklärung über Nazi-Enteignungen von Kunstwerken der Holocaustopfer: Narrative Normen im Kunstrecht"). "Lösungen im Einzelfall sollten allerdings auch das Interesse beachten, dass die Erhaltung und Bewahrung der Kunstwerke im öffentlichen Besitz berücksichtigt." (255)

Im zweiten Teil der Publikation werden die Beiträge der Hamburger Tagung "die eigene GESCHICHTE. Provenienzforschung an deutschen Kunstmuseen im internationalen Vergleich" vorgestellt. Im Zentrum dieser an das Kölner Kolloquium anknüpfenden Tagung standen die internationalen Provenienz-Recherchen. Kunsthistoriker, Historiker und Juristen des In- und Auslandes beschreiben in ihren Aufsätzen ausführlich die Problematik der Provenienzforschung. Einleitend gehen erneut zwei Rechtsanwälte auf die juristischen Grundlagen
von Restitutionen ein. Patrick O'Keefe ("European Developments in the Return of Nazi Looted Cultural Heritage") beschäftigt sich mit den "Entwicklungen, die während der letzten Jahre auf dem Gebiet der Restitution von unter der nationalsozialistischen Herrschaft geraubten bzw. verlorenen Kulturgütern in Europa eingetreten sind." (275). Der Berliner Rechtsanwalt Peter Raue ("Summum ius summa iniuria - Geraubtes jüdisches Kultureigentum auf dem Prüfstand des Juristen") formuliert in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer "Ethikkommission" als unabhängige Schiedsstelle, die im Falle einer Restitution zur Vergleichbarkeit beitragen könnte. Nachträglich wurde diese Forderung realisiert. Im Juli 2003 konstituierte sich in Berlin die "Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt
entzogenen Kulturguts, insbesondere aus jüdischem Besitz."

Ein weiterer Aufsatz von Petra Kuhn ("Die "Gemeinsame Erklärung von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden" vom Dezember 1999") schildert den Umgang des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien mit der Thematik Provenienzforschung. Ausgehend von der "Gemeinsamen Erklärung" von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden vom Dezember 1999 sei es vor allem Aufgabe des Bundes, die zur Umsetzung dieser Erklärung erarbeitete Handreichung vom Februar 2001 [2] zu
überarbeiten. Die Provenienzforscher forderte Petra Kuhn dazu auf, "durch Kooperation mit Mitarbeitern anderer Einrichtungen das sich formierende Netzwerk" (297) weiter auszubauen. Dies leistet derzeit der "Arbeitskreis Provenienzforschung" als "Instrument der wissenschaftlichen Zusammenarbeit" (364) von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, belegt der Beitrag von Ute Haug ("Arbeitskreis Provenienzforschung - Ein Erfahrungsbericht"), die als Provenienzforscherin an der Hamburger Kunsthalle tätig ist. Für die Zukunft wären allerdings "Kontakte unter anderem nach Frankreich, in die Niederlande, in die Schweiz und nach Osteuropa" (368) wünschenswert. "Nur
mit einem internationalen gegenwärtigen Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Museen, Kunsthandel und den Archiven" (368) sei die Provenienzforschung zu bewältigen. An insgesamt drei Beispielen zeigt die Kunsthistorikerin auf, wie unterschiedlich und langwierig die Erforschung von Provenienzen im Einzelfall sein kann.

Die "museale" Praxis von bereits erfolgten Restitutionen sowie die Möglichkeiten und die Ziele der Provenienzforschung werden auch im zweiten Kapitel der Publikation von Vertretern aus Museen anschaulich beschrieben. Norbert Zimmermann ("Die Praxis der Restitutionen") geht in diesem Zusammenhang ausführlich auf die bisher getätigten Restitutionen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin ein. Carla Schulz-Hoffmann und Ilse von zur Mühlen ("Provenienzforschung an den Bayrischen Staatsgemäldesammlungen") stellen die Praxis der Provenienzforschung an den Bayrischen Staatsgemäldesammlungen vor. Beide Aufsätze beschreiben anschaulich anhand von Beispielen das methodische Herangehen der Forschung und geben einen Einblick in die bisher getätigten Rückgaben von Kunstwerken. Bernhard Purin ("Gerettet oder geraubt? Zur Aneignung von Judaica im Nationalsozialismus und heute") dehnt den Kunstraub der Nationalsozialisten auf die Aneignung und Zerstörung jüdischen Kulturgutes aus. Eine Thematik, die im Rahmen des Kunstraubes bislang "ausgespart" wurde. Michael Franz ("Die Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste und die Lostart Internet Database-eine Zwischenbilanz") verwies in diesem Zusammenhang auf die Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste und die hier entwickelte Internetdatenbank www.lostart.de, in der die Ergebnisse der Provenienzforschung gemeldet werden können. Gleichzeitig dient auch diese Datenbank der Auffindung von Kunstwerken und kann zur Klärung offener Provenienzen beitragen.

Dem Anspruch der Hamburger Tagung "Provenienzforschung im internationalen Vergleich" folgend, widmen sich zwei weitere Aufsätze des zweiten Kapitels dem Umgang und der Entwicklung der Provenienzforschung in den USA und in Österreich ein. Laurie A. Stein ("Provenienzforschung in den USA") informiert über den Stand und die Notwendigkeit der Provenienzforschung in den USA. Amerikanische Sammler erwarben laut Stein "eine Anzahl der Objekte aus der Fischer-Auktion" (349). Durch den nationalsozialistischen Kunstraub sei
zudem "ein breiter Strom verbannter Kunst" (350) in die Vereinigten Staaten gelangt, deren Provenienzen in den meisten Fällen nicht gesichert
sind. Im Vergleich zu Deutschland sind sich vor allem die großen amerikanischen Museen ihrer Pflicht bewusst und beschäftigen mehrere
Provenienzforscher/innen. Allerdings haben kleinere Museen oft nicht die finanziellen Mittel, um sich der Provenienzforschung anzunehmen. Monika Mayer ("Provenienzforschung in Österreich") schildert detailliert die Entwicklung der Provenienzforschung in Österreich und macht deutlich, dass im Vergleich zu Deutschland auch in diesem Land ein fortgeschrittener Stand der Provenienzforschung zu verzeichnen ist. Nachdem hier bereits im Jahre 1998 das "Bundesgesetz zur Rückgabe von Kunstgegenständen aus den Österreichischen Bundesmuseen und Sammlungen" erlassen wurde, erfolgte an den Bundesmuseen eine intensive Überprüfung "sämtlicher Erwerbungen, die während der NS-Zeit und nach dem Zweiten Weltkrieg getätigt wurden" (381). Wegweisend und lehrreich für die Methodik der Provenienzforschung
insgesamt ist der Beitrag von Anja Heuss ("Wie geht es weiter? - Die Verantwortung der Museen"). Für die Provenienzforschung sei es insgesamt unumgänglich, im Vorfeld Kenntnisse über die Beteiligung des jeweiligen Museums an der "Enteignung der Juden", vor allem an dem Zusammenspiel "zwischen Museen und nationalsozialistischen Behörden, die die Beschlagnahme jüdischen Eigentums durchführten" (419f.), zu erarbeiten. Neben der Einzelbildforschung sollten Provenienzforscher auch die Thematiken des Kunstmarktes, Kunsthandels und der Kunstsammlungen mit einbeziehen. Dabei sei die Zusammenarbeit von Kunsthistorikern und Historikern insgesamt unumgänglich für dieses Forschungsfeld. Abschließend beschäftigt sich der Soziologe Jan Philipp Reemtsma (""daß erst nach über einem halben Jahrhundert!" - Ist die diesbezügliche Fassungslosigkeit statthaft?") in seinem Beitrag mit der Frage, warum sich die Bundesrepublik erst seit den
neunziger Jahren intensiv mit der Suche und der Restitution von Kunstwerken aus ehemals jüdischem Besitz befasst. "Man hat von dem Vorhandensein von Rückgabeersuchen gewußt, sie bewußt ignoriert oder juristisch abgewehrt." (457) Anhand ausgewählter Beispiele zeigt er den Umgang mit Kunstwerken aus ehemals jüdischem Besitz auf und versucht so eine Antwort auf seine Frage zu erhalten.


Anmerkungen:

[1] Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz. Hg. v. der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste Magdeburg, bearb. v. Ulf Häder, Magdeburg 2001 (Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste; 1).

[2] Handreichung zur Umsetzung der Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der Kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz vom Februar 2001.


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Dokument erstellt am 31.12.2003