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Stadtmuseum
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Sammlung


Sammeln, Forschen und Bewahren




Sammeln, Forschen und Bewahren sind die klassischen Aufgaben eines Museums. Die umfangreichen Sammlungen des Stadtmuseums Hagen setzen sich aus unterschiedlichen Bestnden zusammen. In der Dauerausstellung des Museums wird eine Auswahl von besonders wichtigen Objekten aus der Stadtgeschichte und den Sammlungen prsentiert. Die Expositionen bergen eine oft sehr ungewhnliche Geschichte. In der Rubrik "Ausstellung" sind Informationen ber eine Anzahl von ausgewhlten Expositionen des Stadtmuseums Hagen abrufbar.


Umfangreiche Sammlungsbestnde





Kanne, Chinoise-Serie (Bttger-Hroldt-Phase), Meien, um 1720

Bei der Sammlung Laufenberg-Wittmann handelt es sich um eine international bedeutende Kollektion von Porzellan aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Diese Sammlung ist ber das Internet vollstndig recherchierbar.

In der numismatischen Sammlung befindet sich unter anderem ein geschlossener Bestand von Medaillen des Mnchener Graveurs Karl Goetz. Die rund 30.000 Stck umfassende "Mnzsammlung" enthlt Objekte von der Antike bis zum frhen 20. Jahrhundert.




Die "Mrkerin", um 1760

Die Grafik- und Gemldesammlung enthlt neben Ansichten aus dem Raum Hagen auch zahlreiche berregional wichtige Darstellungen. Bemerkenswert ist unter anderem ein Bestand mit zeitgenssischen Karrikaturen des Hagener Grafikers Karl Grimm. Sie thematisieren Ereignisse und Entwicklungen in Hagen von der Kaiserzeit bis zum Beginn des Nationalsozialismus.




"Jerome-Bett", Haus Moll, um 1810

Aber auch die umfangreiche Sammlung zur Wohnkultur und Alltagsgeschichte enthlt zahlreiche bedeutende Objekte. Darunter befinden sich Teile der Einrichtung des Arbeitszimmers Ludwig von Vinckes. Der erste westflische Oberprsident residierte von 1814 bis zu seinem Tod 1844 im Stadtschloss zu Mnster. Seit 1827 war Vincke im Besitz von Haus Busch bei Hagen.



Vom Spazierstock bis zum Bombenflugzeug




Die zeitgeschichtliche Sammlung enthlt zahlreiche Objekte vom Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Sie reichen zum Beispiel von dem Spazierstock Karl Ernst Osthaus' ber eine lederne Gasmaske aus dem Ersten Weltkrieg zu einer Erinnerungsmedaille fr die 100.000 Einwohnerin in Hagen aus dem Jahr 1928.

Oder aber von einer groen Batteriezelle aus einem deutschen U-Boot und den Trmmern eines im Februar 1945 in Hagen abgestrzten britischen Lancaster - Bombers bis zum Petty-Coat der "50er Jahre". Oder aber einen Blechsarg, den Stahlarbeiter bei der Schlieung ihres Betriebs im Jahre 1983 auf einem Trauermarsch durch Hagen getragen haben.

Die Sammlungen des Stadtmuseums im Historischen Centrum Hagen sind so vielfltig und umfangreich, dass nur ein kleiner Teil seinen Weg in die Dauerausstellung finden konnte.




"Ehrenbrgerbrief" fr Adolf Hitler, Hans Dorn, 1933/34

Zu den bedrckenden Exponaten zhlt die Ehrenbrgergabe der Stadt Hagen fr Adolf Hitler von 1933/34. Der aus Stahl gefertigte "Ehrenbrgerbrief" wurde Hitler am 9. Juli 1934, wenige Tage nach dem "Rhm-Putsch", persnlich berreicht. Gefertigt wurde der "Ehrenbrgerbrief" von dem Bildhauer und Medailleur Hans Dorn, der dem Kreis um Karl Ernst Osthaus angehrt hatte.

Nur wenige Wochen vor dem Zusammenbruch des "Dritten Reichs" gelangte der "Ehrenbrgerbrief" auf verschlungenen Wegen aus der Reichskanzlei in Berlin wieder zurck nach Hagen. Wie kein anderes Objekt steht Hitlers Ehrenbrgergabe fr den Beginn und das Ende der NS-Herrschaft in der Region.

Seit einigen Jahren luft die Dokumentation und wissenschaftliche Erschlieung der Bestnde. In Kooperation mit dem Westflischen Museumsamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe steht als Endziel die komplette Verzeichnung der umfangreichen Sammlung.