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Stadtmuseum Hagen schließt die Tore


Das Stadtmuseum Hagen schließt ab dem 2. November 2015 seine Türen. Alle stadtgeschichtlich Interessierten haben also am kommenden Samstag und Sonntag letztmalig die Gelegenheit, die sehenswerte Ausstellung zu besuchen. Überregional hat das Stadtmuseum einen Ruf, zählen seine Bestände doch zu den herausragenden kulturgeschichtlichen Sammlungen in Nordrhein-Westfalen.

Hagen – eine Stadt mit Geschichte. Unter diesem Motto steht die Dauerausstellung zur Geschichte der Stadt Hagen, die seit zehn Jahren in der Wippermann Passage in Eilpe zu sehen ist. Dort wird interessant aufbereitet eine eindrucksvolle Schau der Hagener Vergangenheit präsentiert. Die Stadt mit ihrer vielschichtigen Geschichte steht dabei immer im Mittelpunkt.

So finden sich überall anschauliche Abbildungen der Stadt aus unterschiedlichen Epochen. Gemälde, Stiche und Fotografien zeigen, wie sich der Ort vom kleinen Flecken zur modernen Großstadt entwickelt hat. Zahlreiche Exponate sind ebenfalls zu bewundern. Kettenhemd, Dröppelminna, Dampfmaschine, Pickelhaube, Fliegerbombe und Petticoatkleid aus den 50er Jahren sind nur einige Beispiele aus dem reichen Fundus an Ausstellungsstücken. An jeder Stelle der Schau fühlt man sich förmlich in längst vergangene Zeiten zurück versetzt.

Begleitet werden die Besucherinnen und Besucher auf ihrer Reise durch die Hagener Geschichte durch ein nach wie vor modernes Mediensystem. In jeder Ausstellungseinheit können damit interessant aufbereitete Informationen zu den unterschiedlichen Themen abgerufen werden. Besonders eingängig sind dabei die informativen Videofilme, die anschaulich und leicht verständlich die Geschichte erzählen.

Unvergessen sind auch die zahlreichen Wechselausstellungen, die weit mehr als 200.000 Besucherinnen und Besucher in das Museum gelockt haben. Darunter waren solche Publikumsmagneten wie die bunte Schau über die Augsburger Puppenkiste und zu Marlene Dietrich bis hin zu zur beeindruckenden Ausstellung über die Jugend im Nationalsozialismus, die allein von mehr als 300 Schulklassen besucht wurde. Und vor nicht all zu langer Zeit leistete die Ausstellung „Glaubenssache“ einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der drei großen Religionen Judentum, Christentum und Islam.

In die Jahre gekommen war das Stadtmuseum noch lange nicht. Aber Vorgaben der Gemeindeprüfungsanstalt besiegelten das Ende am Standort in Eilpe. Doch damit verschwindet das für Hagen so wichtige Museum nicht. Es soll in die Innenstadt verlagert werden und am dortigen Museumsplatz in unmittelbarer Nähe zum Kunstquartier im Herbst 2017 wieder eröffnet werden. Die Planungen laufen bereits. Und so wird sicherlich Vieles von dem, was bislang in Eilpe zu sehen ist, demnächst an zentraler Stelle wieder zu bewundern sein. Natürlich wird auch die Gelegenheit genutzt, neue Erkenntnisse und Exponate sowie aktuelle Forschungsergebnisse mit einzubeziehen. Man kann sich also schon heute darauf freuen, die so fecettenreiche Stadtgeschichte Hagens schon bald wieder in angemessenem Rahmen in der Innenstadt wiederzufinden.

Das ebenfalls in der Wippermann Passage befindliche Stadtarchiv bleibt weiterhin dort geöffnet. Jeder kann die umfangreichen Bestände nutzen. Geöffnet ist immer mittwochs und donnerstags in der Zeit von 10.00 – 12.00 Uhr und von13.00 – 16.00 Uhr.



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