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Historisches Centrum
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Aktuelles

Ab 15. Juni 2010 - Das Geheimnis der Blätterhöhle

Auf den Spuren der 'ältesten Westfalen'.

Veranstaltungen

12.09.2010, 15:00 Uhr

Öffentliche Erlebnisführung

Von der Urzeit ins Mittelalter
18.09.2010, 11:00 Uhr

Tauchfahrt in die Vergangenheit

Exkursion in den Steinbruch Hohenlimburg
24.09.2010, 15:00 Uhr

Die Entstehung der Menschheit

Seminar
3.10.2010, 15:00 Uhr

Öffentliche Erlebnisführung

Von der Urzeit ins Mittelalter
10.10.2010, 11:00 Uhr

Geschichte auf Schritt und Tritt

Geführte Wanderung
16.10.2010, 11:00 Uhr

Tauchfahrt in die Vergangenheit für Kinder mit Eltern

Exkursion in den Steinbruch Hohenlimburg

Erforschung der "Blätterhöhle"

Eine bedeutende Fundstelle der Steinzeit


Die Grabungskampagne 2009




Blick auf die Grabungsfläche auf dem Vorplatz der Höhle, Juni 2009
Die Grabung auf dem Vorplatz der Blätterhöhle wurde ab Mai fortgesetzt und im Juli für das Jahr 2009 abgeschlossen. Der untersuchte Bereich schliesst an die Grabungsfläche des Jahres 2008 unmittelbar an. Dabei wurde das restliche Sediment bis zur Felswand unmittelbar westlich des Höhleneinganges bis zu einer auf der gesamten Grabungsfläche einheitlichen Tiefe abgegraben.

Vor Beginn der eigentlichen Grabungsarbeiten wurde die zweite Feuerstelle, die bereits während der Grabungen 2008 erfasst und teilweise dokumentiert werden konnte, mikromorphiologisch beprobt. Die mikromorphologische Untersuchung der Proben wird im Rahmen einer Magisterarbeit am Institut für Urgeschichte und Quartärökologie der Universität Tübingen durchgeführt.



Bodenspuren der Feuerstelle 2 aus dem Frühmesolithikum, Juli 2009
Die angewandte Grabungsmethodik unterscheidet sich nicht vor der der vorherigen Jahre. Allerdings wurden die Viertelquarate innerhalb des Quadratmeterrasters ausschließlich in fünf cm Abträgen abgegraben und zeichnerisch und fotografisch dokumentiert.

Neben der Grabung im Bereich des restlichen Sedimentblockes wurde zusätzlich eine Sondage in zwei versetzt gegenüberliegenden Viertelquadraten bis zu einer Tiefe von 30 cm unterhalb der bislang freigelegten Grabungsfläche durchgeführt. Dabei wurde nach einem sterilen Horizont, bereits nach 10 cm wieder Holzkohle, Tierknochen und das Fragment einer großen Geröllplatte angetroffen. Auf Höhe der maximalen Tiefe des Sondagenbereiches konnte zudem ein Silexartefakt geborgen werden.



Tiefensondage mit Bodenspuren in wohl spätpaläolithischen Fundhorizonten, August 2009
Vorbehaltlich der noch ausstehenden C14-Datierungen der Holzkohle und des Tierknochens kann vermutet werden, dass es sich bei den Funden um Objekte handelt, die älter als die bislang geborgenen frühmesolithischen Funde sind. Damit besteht theoretisch die Möglichkeit, dass unterhalb eines sterilen Horizontes eine spätpaläolithische Fundschicht vorliegt.

Die Grabung des restlichen Sedimentes wurde im Bereich der bereits 2008 entdeckten Feuerstelle 2 fortgesetzt und der westliche Teil der Feuerstelle vollständig abgegraben. Im Umfeld häufen sich wieder Holzkohlen, Bandlehm, verbrannte und unverbrannte Tierknochen, Silices und plattige Gerölle. Das Spektrum der geborgenen Funde entspricht dem der Vorjahre, einschließlich mehrerer Mikrolithen sowie Herstellungsabfälle der Werkzeugproduktion.



Grabungsmitarbeiterin bei der Arbeit in einer Fundschicht.
Während der Grabungen wurde zudem eine dritte, wesentlich kleinere Feuerstelle innerhalb einer grubenartigen Struktur freigelegt. Im Bereich dieser Feuerstelle fanden sich einige größere Tierknochen aber nur wenige Steinartefakte. Auffallend war eine Konzentration von Landschnecken und Muschelschalen im Zentrum der Feuerstelle. Möglicherweise handelt es sich um eine Feuerstelle für die Zubereitung von Mollusken.

Das 2009 geborgene Fundmaterial wird derzeit aufbereitet, gewaschen und bestimmt und zur weiteren Auswertung in die vorhandene Datenbank eingegeben.

Impressionen von der Grabung 2009


Fotos: Ralf Schaepe, Radio Hagen