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Absturzstelle eines viermotorigen Bombers




Eine Entdeckung von weit reichender historischer Bedeutung haben Mitarbeiter des Historischen Centrums Hagen im November 2006 gesichert, in dem sie die Notbergung von zahlreichen berresten eines britischen Kampfflugzeuges aus dem Zweiten Weltkrieg durchgefhrt haben.

Die Notbergung war unmittelbar eingeleitet worden, da Raubgrber bereits erkennbar Aktivitten entwickelt hatten. Zudem konnte auf diese Weise unter anderem ein Versteckfund sichergestellt werden. Bei den geborgenen Stcken handelt es sich um Teile der Motoren, der Ausrstung sowie der Auenhlle der Maschine. Alle Funde weisen eine starke Zerstrung auf, die auf den Absturz und eine starke Feuerentwicklung hindeuten - die vier Motoren brannten vollstndig aus.








Typenschild (links), Generator, Feuerlscher (links unten) und Tankanzeige aus den Trmmern des Lancaster-Bombers (Historisches Centrum Hagen, J. Orschiedt, Nov. 2006)


Aufgrund der archologischen Analyse der Fundsituation kann davon ausgegangen werden, dass die Maschine kurz vor dem Aufschlag noch in der Luft explodierte und die Einzelteile brennend auf den Boden trafen. Anhand geborgener Kennzeichen auf verschiedenen Einzelteilen der Maschine ist zudem mit Sicherheit festgestellt worden, dass es sich um eine britische Maschine handelt, und zwar um einen Langstreckenbomber des Typs Avro Lancaster aus dem Zweiten Weltkrieg.




Avro Lancaster, 1943 (Imperial War Museum, London)

Eine parallel zur Notbergung durchgefhrte erste historische Recherche ergab darber hinaus, dass an der Fundstelle in der Nacht des 20./21. Februar 1945 ein viermotoriger Lancaster-Bomber abgestrzt war.

Die bisher erschlossenen historischen Quellen, auch aus dem National Archiv in London, geben Hinweise auf die Kennung der Maschine, ihr Angriffsziel und die Besatzung. Danach wurde die Maschine vermutlich auf ihrem Zielanflug auf Dortmund, dass das Ziel der Operation von 528 Lancaster-Bomber in dieser Nacht war, im Luftraum ber Wuppertal-Hagen von einem deutschen Nachtjger angegriffen und abgeschossen.

Die Besatzung wurde bis auf zwei berlebenden nach dem Absturz tot geborgen.

Die Entdeckung ist von einer deutlich berregionalen Bedeutung, da ein britischer Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg soweit bekannt in Nordrhein-Westfalen bisher noch nicht wissenschaftlich von professionell ttigen Archologen und Historikern untersucht wurde.



Ansprechpartner: Dr. Jrg Orschiedt / Ralf Blank M.A.