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Hagen 1939-1945


Flächenangriff am 15. März 1945





"Volltreffer" auf den Hochbunker in der Körnerstraße am Abend des 15.3.1945 (StadtA Hagen)

Der britische Nachtangriff in den Abendstunden des 15. März 1945 bedeutete dann aber den beinahe vollständigen Untergang der Stadt Hagen als Gemeinwesen. Das Bomber Command hatte diesen Angriff als kleinen "Doppelschlag" geplant. Zwischen 20.15-20.45 Uhr bombardierten zunächst 251 viermotorige Maschinen schwerpunktmässig das Stadtzentrum sowie die angrenzenden Vororte. (Informationen zum 15. März 1945 ->)

Rund eine Stunde später erschienen zehn zweimotorige Mosquito-Schnellbomber am Nachthimmel über Hagen und griffen erneut die Innenstadt an, um einen zweiten schweren Luftangriff vorzutäuschen. Die zahlreichen Angriffsfotos der beiden Luftangriffe, aufbewahrt im britischen National Archiv bei London, dokumentieren in "Echtzeit" den dramatischen Untergang der Großstadt Hagen.




Britisches Aufklärungsfoto: Bahnhofsviertel in Hagen, 16.3.1945 (University of Keele, GB)

Der britische Nachtangriff war für die Stadt und ihre Bevölkerung eine Katastrophe. Thermische Feuerstürme tobten durch das völlig zertrümmerte Stadtzentrum. Ein Hochbunker in der Nähe des Hauptbahnhofes erhielt einen Volltreffer durch mindestens eine überschwere Sprengbombe, die eine Seitenwand durchschlug, sowie mehrere Nahtreffer von schweren Minen- und Sprengbomben.

Allein in diesem Bunker fanden über 400 Menschen den Tod, darunter auch zahlreiche deutsche Soldaten und Zwangsarbeiter. Es handelte sich um das folgenschwerste Bunkerunglück auf dem europäischen Kriegsschauplatz. Insgesamt forderte der Angriff am 15. März 1945 bis zu 800 Todesopfer; die genauen Zahl konnte schon damals nicht mehr festgestellt werden.



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