Battle of the Ruhr
Die erste "Ruhrschlacht" 1943
Essen als Auftakt zur Luftoffensive
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Angriffsfoto, Essen, 25./26.7.1943 (National Archives, London) |
Eine von dem OBOE-Zielfindungssystem an die Stadt Essen herangeführte zweimotorige Mosquito markierte gegen 21.00 Uhr am Abend dieses Tages durch farbige Kaskarden, die von der deutschen Bevölkerung als "Christbäume" bezeichnet wurden, die Krupp-Werke sowie die Essener Innnenstadt.
Anschließend bombardierten rund 360 Maschinen rund eine Stunde lang das Stadtgebiet. Sie lösten über dem "Zielgebiet" rund 1.100 Tonnen Spreng- und Brandmunition aus. Mindestens 457 Menschen fanden bei diesem ersten folgenschweren" Angriff auf die Stadt Essen den Tod. Über 3.000 Gebäude wurden völlig zerstört, Zehntausende Obdachlose standen über Nacht auf der Straße. Aber auch die bedeutenden Krupp-Werke nahmen erstmalig größeren Schaden.
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Deutsches Aufklärungsfoto, Innenstadt Essen, 26.3.1943 (StadtA Essen) |
Von nun an wurden auch in zahlreichen anderen Großstädten an Rhein und Ruhr, aber auch im in anderen Regionen des Deutschen Reichs große Zerstörungen und hohe Personenverluste bewirkt. Der Angriff auf Essen stellte aber darüber hinaus den Auftakt zu einer bis Mitte Juli 1943 währenden Luftoffensive des Bomber Command dar, die als "Battle of the Ruhr" Eingang in die Geschichtsschreibung fand. Ähnlich wie die deutsche Niederlage in Stalingrad im Januar 1943 war auch diese Luftoffensive ein Wendepunkt auf dem Weg des Deutschen Reichs in die militärische und politische Niederlage.
Im Herbst 1943 konstatierte der Führungsstab des Bomber Command rückblickend, daß es innerhalb der "Battle of the Ruhr" sogar eine eigene "Battle of Essen", nach damaliger britischer Formulierung "the blast furnaces of the devil", gegeben habe. Aber auch die Bevölkerung der rheinischen Großstädte Köln und Düsseldorf mußten zahlreiche schwere Bombardierungen über sich ergehen lassen. Doch auch Städte wie Aachen, Krefeld, Bielefeld, Münster, Mönchengladbach und Wuppertal lagen aus britischer Sicht in der "Ruhr area".
Verheerende Auswirkungen
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Zerstörte Staumauer der Möhne-Talsperre, 17.5.1943 (StadtA Hagen) |
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Start einer Lancaster gegen Dortmund, 23.5.1943 (Imperial War Museum, London) |
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Löscharbeiten in Wuppertal, 30.5.1943 (StadtA Bochum) |
Im eng bebauten Wuppertal zeigte sich damit erstmalig ein Phänomen, das nur wenige Monate später in Hamburg und dann im Februar 1945 in Pforzheim und Dresden eine der Ursachen für besonders hohe Bevölkerungsverluste war. Der Massenabwurf von Brandbomben liess dabei in Verbindung mit den klimatischen und thermischen Situation ein gewaltiges Großfeuer entstehen, das sich binnen kurzer Zeit in ein alles verschlingendes Flammenmeer entwickelte.
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Köln, 29.6.1943 (StadtA Bochum) |
Zum Thema
![]() | Blank, Ralf: Die "Battle of the Ruhr". Luftangriffe auf das Rheinland und das Ruhrgebiet im Frühjahr und Sommer 1943, in: historicum.net [26.10.2003], URL: www.bombenkrieg.historicum.net/themen/ruhrgebiet1943.html |
![]() | Blank, Ralf: Die Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 - "Operation Züchtigung". Die Zerstörung der Möhne-Talsperre, in: Internet-Portal Westfälische Geschichte (Ereignis des Monats Mai 2006), Münster 2006. URL: www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/ku.php |
![]() | Mauer, Benedikt: Düsseldorf im Bombenkrieg, in: historicum.net [10.12.2004], URL: www.bombenkrieg.historicum.net/themen/duesseldorf.html |
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