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Battle of the Ruhr


"Ruhrkessel"




Rheinübergang




Die zerstörte Kleinstadt Dülmen am Nordrand des Ruhrgebiets, 28.3.1945 (Imperial War Museum, London)

Am 7. März 1945 fiel der 9. US-Army die Ludendorff-Brücke bei Remagen nahezu unbeschädigt in die Hände. Der sofortige Rheinübergang sowie die Errichtung eines Brückenkopfes bei Remagen wurde zu einer wichtigen Ausgangsstellung für die weiteren Operationen gegen das deutsche Hinterland.

Mit der Einnahme der Rheinbrücke bei Remagen rückte auch die Eroberung der "Waffenschmiede des Reiches", wie das Ruhrgebiet auf deutscher und auch auf alliierter Seite bezeichnet wurde, in greifbarer Nähe. Am 10. März 1945 räumten die deutschen Truppen bei Wesel schließlich auch den letzten linksrheinischen Brückkopf, der sich noch in ihrer Hand befand.

Seit Mitte März 1945 flogen die alliierten Luftstreitkräfte pausenlose Angriffe auf das Hinterland der vorgesehenen Landungszone. In den Luftlande- und Bodenoperationen "Plunder" und "Varsity" überschritten am 23. und 24. März 1945 britische, kanadische und US-amerikanische Truppen im Raum Wesel-Dinslaken auf breiter Front den Rhein. Von Süden her drang die 9. US-Army aus dem Brückenkopf bei Remagen über das Sieger- und Sauerland in Richtung Ruhrgebiet vor.



Ruhr Pocket




Deutscher Soldat zerschlägt sein Gewehr, Milspe bei Hagen, 14.4.1945 (National Archives, College Park)

Das Ruhrgebiet sollte nach den am 25. März 1945 von General Eisenhower genehmigten Planungen zangenförmig umschlossen und die deutschen Einheiten eingekesselt werden. Das alliierte Oberkommando rechnete mit heftigen Strassenkämpfen in den Ruinen der bombenzerstörten Städte sowie in den Gebirgszügen des Sauerlands.

Am 1. April 1945 trafen Truppen der 1. und 9. US-Army bei Lippstadt zusammen und schlossen damit den "Ruhr Pocket". Etwa 300.000 deutsche Einheiten, von regulären Verbände der Wehrmacht bis zu Einheiten des "Volkssturms", befanden sich in einem riesigen Kessel, der von den US-amerikanischen Truppen immer enger gezogen wurde. Den Oberbefehl hatte der Generalfeldmarschall Walter Model, der als fanatischer Anhänger des Nationalsozialismus auftrat.

Am 14. April 1945 spaltet ein US-amerikanischer Vorstoß bei Hagen den "Ruhrkessel" in zwei Teile. Obwohl es örtlich zu schweren Kämpfen mit deutschen Einheiten kam, erwies sich die Eroberung des Ruhrgebiet für die US-Truppen als ein "Aufwischen" der deutschen "Verteidiger".






Übergabe der 1. Kompanie der Panzerjäger-Abteilung 512 (Jagdtiger) in Iserlohn, 15.4.1945 (StadtA Iserlohn; National Archives, College Park)


Das "mopping up" der deutschen Truppen durch die US-Army stand ganz im Gegensatz zu den bis zuletzt von der regionalen NS-Führung verkündeten "Endsieg"-Parolen. Es kam zu keinen für die Alliierten blutigen Endkampf. Vielmehr wurde der alliierte Vormarsch an Rhein und Ruhr von weißen Fahnen begleitet.

Die Sinnlosigkeit eines weiteren militärischen Widerstands sahen zumindest einige verantwortliche Offiziere ein. Sie kapitulierten vor den US-amerikanischen Truppen, wie z.B. am 15. April 1945 der Generalleutnant Fritz Bayerlein im Raum Iserlohn-Menden.



Deutscher Hinterehalt auf dem Weg nach Hagen, 12.4.1945 (National Archives, College Park)

Der Oberbefehlshaber Model erschoss sich am 21. April 1945 in einem Wald bei Duisburg, nachdem er bis zuletzt jedes alliierte Kapitulationsangebot abgelehnt und an den Abwehrwillen seiner Soldaten appelliert hatte.



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