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9.09.09 19:00 Alter: 10 yrs

Als jüdischer Junge in Hagen - Ein Zeitzeuge berichtet

Kategorie: Veranstaltungen, Box Aktuelles, Vortrag
Im Rahmen der Zeitzeugenwoche zur Ausstellung „Und sie werden nicht mehr frei - Jugend im Nationalsozialismus“ im Stadtmuseum Hagen hat das Historische Centrum Hagen Herbert Shenkman nach Hagen geholt, der als jüdischer Junge in den 1930er Jahren in Hagen aufgewachsen ist.
Das Zeitzeugen Gespräch mit Herrn Shenkman ist eine gemeinsame Veranstaltung des Jugendrings Hagen e. V. und des Historischen Centrums Hagen.
Herbert Shenkman wurde als Herbert Schenkmann in Hagen geboren. Bis 1938 konnte er die Realschule Altenhagen besuchen. Nachdem es ihm zweimal mit Hilfe anderer Menschen gelang, eine drohende Deportation abzuwenden, erfolgte 1942 zusammen mit seinen Großeltern, seiner Mutter, einer Tante sowie zahlreichen anderen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Deportation nach Theresienstadt. Von dort ging es nach Auschwitz. Dort meldete er sich zur Zwangsarbeit ins thüringische Meuselwitz, wo im kurz vor Kriegsende die Flucht vor den Nazi-Schergen gelang Auf der Flucht angeschossen, erlebte er das Kriegsende im Lazarett.

Die Veranstaltung ist kostenlos und soll besonders Jugendlichen die Möglichkeit geben, mit einem Überlebenden des Holocaust zu sprechen. Vor dem Zeitzeugengespräch bietet sich ein Besuch der Ausstellung an, die eindruckvoll zeigt, wie es der Jugend unter der nationalsozialistischen Herrschaft erging. Schon mit 10 Jahren mussten die Kinder zu den Pimpfen oder Jungmädeln, später folgten HJ und BDM. Jungen wurden zu Soldaten erzogen und Mädchen im nationalsozialistischen Sinne auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereitet. Im Krieg wurden viele der Jugendlichen als Melder oder Luftschutzhelfer sowie später an der Flak oder im Volkssturm tödlichen Gefahren ausgesetzt. Auch die Schule war in allen Fächern vom nationalsozialistischen Gedankengut durchdrungen. Statt Wissen zählte der Glaube an den Führerstaat. Sport wurde wichtiger als Bildung. Die sehenswerte Ausstellung offenbart aber auch, was mit denen passierte, die nicht dazu gehören durften oder wollten. Für viele führte der Weg über die Konzentrationslager in den Tod.