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Hagen 1939-1945


Erste Bomben - 1939-1945




Industrie- und Verkehrsanlagen auf dem Gebiet der Stadt Hagen standen bereits 1937 als mgliches Angriffsziel in Ziellisten fr das britische Bomber Command. Zu den im Kriegsfall bevorzugt zu bombardierenden Zielen gehrten auch das Koepchen-Speicherkraftwerk und das Laufwasserkraftwerk am Hengsteysee. Nachdem im September 1939 durch den deutschen berfall auf Polen der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war, beschrnkte sich das britische Bomber Command zunchst auf den Abwurf von Flugblttern sowie auf Aufklrungsflge ber dem Deutschen Reich.




Bombentrichter vor dem Kunstmuseum, Wehringhausen, 16.5.1940 (W. Lehmacher, StadtA Hagen)

Nach dem deutschen Angriff auf die Niederlande, Belgien und Frankreich am 10. Mai 1940 wurden vom Bomber Command und auch durch franzsische Bomberstaffeln erste strategischen Luftangriffe auf Ziele im deutschen Hinterland geflogen. Allgemein gilt die Nacht vom 15. auf den 16. Mai 1940 als der offizielle Beginn des strategischen Bombenkriegs der alliierten Luftstreitkrfte gegen das Deutsche Reich. Britische Maschinen unternahmen bereits an den vorausgegangenen Tagen einzelne Luftangriffe auf Ziele im deutschen Hinterland.

Auch die Stadt Hagen wurde in der Nacht des 15./16. Mai 1940 das Angriffziel von britischen Bombenflugzeugen. Vier zweimotorige Hampden-Bomber bombardierten das Klckner-Werk im Stadtteil Haspe sowie Industrie- und Verkehrsanlagen zwischen Haspe und Hagen-Eckesey. Dabei fanden drei Personen den Tod; die ersten durch Luftangriffe verursachten Todesopfer in Hagen.



Bis In den Winter 1942/43 kam es immer wieder zu Bombenabwrfen auf das Stadtgebiet von Hagen. Nur wenige dieser Luftangriffe richteten sich gezielt gegen Hagen. Im Mrz 1941 stand das AFA-Werk auf der Zielliste der "Atlantik Directive" des britischen Luftfahrtministeriums.

Dennoch blieben das AFA-Werk Hagen und die Stadt bis Oktober 1943 von gezielten greren Luftangriffen verschont. In diesem Zeitraum lieferte das Werk mehr als 250 komplette Batterieanlagen fr U-Boot-Neubauten auf den Werften und fr die im Einsatz befindliche Flotte. Zustzlich wurden Tausende von Batterien fr Elektro-Torpedos hergestellt. Sie waren die Standardwaffe der U-Boote.




Fortsetzung

1995 ff. Ralf Blank - Alle Rechte vorbehalten.