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Weltenbrand - Hagen 1914

Ausstellung 18. Mai - 10. August 2014 im Osthaus Museum Hagen

Aktuelles

19.04.2014 11:00

Vom Steine suchen und Fossilien finden

Steinbruch-Exkursion für Kinder ab 4 Jahren
20.04.2014 11:00

Große Dinoeier-Suche im Museum

Osteraktion von 11.00 bis 18.00 Uhr
21.04.2014 11:00

Große Dinoeier-Suche im Museum

Osteraktion von 11.00 bis 18.00 Uhr
26.04.2014 11:00

Vom Steine suchen und Fossilien finden

Steinbruch-Exkursion für Kinder ab 4 Jahren
27.04.2014 11:00

Ausblick in und über das Sauerland

Geologische Exkursion in den Steinbruch Ambrock

Hagen 1939-1945


Rüstungsindustrie




Die Stadt Hagen war seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ein wichtiger Industriestandort und bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges eines der Zentren der Schwerindustrie an Rhein und Ruhr. Im westlich des Stadtzentrums liegenden Vorort Haspe befanden sich die großen Eisen- und Stahlwerke der Klöckner-Unternehmensgruppe.

Zahlreiche über das gesamte Stadtgebiet verteilte Fabriken und Unternehmen arbeiteten für die deutsche Kriegswirtschaft. Bereits im Ersten Weltkrieg hatte die britische Admiralität und das Kriegsministerium Luftangriffe auf Hagen geplant. Wegen der damals noch unzulänglichen technischen Voraussetzungen wurden diese Pläne nicht umgesetzt.



Batterien für U-Boote und "V-Waffen"





Blick auf die AFA-Werke in Hagen-Wehringhausen, Luftfoto, 1927

Das wichtigste Unternehmen in Hagen auf dem Rüstungssektor war die Accumulatoren Fabrik AG Berlin-Hagen (AFA). Der Betrieb besaß eine sehr hohe kriegswirtschaftliche Bedeutung, vor allem für den Bau und den Einsatz von U-Booten und Torpedos.

Seit 1940 wurden im Hagener Stammwerk der AFA spezielle Bordbatterien für das deutsche Raketenprogramm entwickelt. Im Juni 1943 lief hier die Serienfertigung für die Fernrakete A 4 ("V 2") am.



Die Edelstahlwerke Harkort & Eicken GmbH waren in das Panzerbau-Programm integriert. Ab 1942 lieferten die in Wetter und Hagen ansäßigen Betriebe dieses Unternehmens rund 1/3 aller Gehäusen für Sturmgeschütze. Daneben wurden Drehtürme und Aufbauten für den Kampfpanzer 'Panther' produziert.

Für den Panzerbau arbeitete ebenfalls das Federnwerk der Hoesch AG in Hohenlimburg. Hier wurden die Hälfte aller Fahrwerkfedern ("Drehstabfedern") für Kampfpanzer hergestellt. Das Gußstahlwerk Wittmann in Wehringhausen lieferte auch Leit- und Laufräder für die Panzer 'Tiger' und 'Königstiger'.

Die Firma Ruberg & Renner in Hagen-Delstern war Hauptlieferant für Bordwaffenlafetten, die in Jagd- und Kampfflugzeuge eingebaut wurden. In den zwei Betrieben der Schmiedag in Eckesey und Wehringhausen wurden unter anderem die Stahlhüllen für schwere Sprengbomben hergestellt.

Seit Herbst 1943 war die Stoffdruckerei Göcke & Sohn in Hohenlimburg in das "Vergeltungswaffen-Programm" einbezogen. Die Firma fertigte Heck- und Ruderteile für die Flugbombe Fi 103 ("V 1") an. Auch die Firma Funcke & Hueck lieferte Zubehör für die "V 1".


Eisenbahnknotenpunkt





Dampfende Lokomotiven im Winter 1934/35 auf dem Gelände des Hauptbahnhofs Hagen (Foto: W. Lehmacher)

Hagen war (und ist es noch immer) ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. Am Südostrand des Ruhrgebietes gelegen, wurden über die drei großen Verschiebebahnhöfe (Vorhalle, Eckesey/Altenhagen und Hengstey) ein Großteil des Güterverkehrs zwischen Nord- und Süd- sowie West- und Ostdeutschland abgewickelt. Diesen hohen Stellenwert nahmen die Eisenbahnanlagen von Hagen aber auch für den militärischen Nachschub ein. Der Hauptbahnhof in Hagen gehörte neben Köln zu den wichtigsten Zentren des Personenverkehrs in Nordwestdeutschland.



Fortsetzung

© 1995 ff. Ralf Blank - Alle Rechte vorbehalten.