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Vom 16. September 2014 bis 11. Januar 2015 im Stadtmuseum Hagen
Eine...

Aktuelles

5.10.2014 11:00

Ausblick in und ber das Sauerland

Geologische Exkursion in den Steinbruch Ambrock
5.10.2014 15:00

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Von der Urzeit ins Mittelalter
12.10.2014 11:00

Vom Steine suchen und Fossilien finden

Steinbruch-Exkursion fr Kinder ab 4 Jahren
18.10.2014 11:00

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19.10.2014 11:00

Bltterhhle und Hnenpforte

Archologisch-geologische Exkursion rund um die Hnenpforte

Gauleiter der NSDAP im Ruhrgebiet


Albert Hoffmann (1907-1972


von Ralf Blank



Propaganda- und Organisationsleiter in der Kreisleitung Bremen, April 1933 - August 1934
Sachbearbeiter im Stab des "Stellvertreters des Fhrers", August 1934-September 1935
Reichsamtsleiter im Stab des "Stellvertreters des Fhrers", September 1935 - April 1940
Stillhaltekommissar fr Verbnde und Organisationen in sterreich, im Sudentengau und im Protektorat Bhmen und Mhren, Mrz 1938 - April 1940
Hauptamtsleiter in der Partei-Kanzlei, April 1940 - Februar 1941
Stellvertretender Gauleiter in Oberschlesien, Februar 1941 - Januar 1943
Gauleiter (geschftsfhrend) in Westfalen-Sd, Februar 1943 - April 1944
Reichsverteidigungskommissar in Westfalen-Sd, April 1943 - April 1945
Gauleiter in Westfalen-Sd, Mai 1944 - April 1945
Leitender Gauleiter und Reichsverteidigungskommissar-West, 24. Mrz - 13. April 1945
Mitglied im Reichstag, Mrz 1941 - Mai 1945



Jugend und beruflicher Werdegang




Albert Hoffmann, Gauhaus in Bochum, 23.5.1944 (W. Nies, StadtA Lippstadt)

Albert Hoffmann wurde am 24. Oktober 1907 in Bremen als Sohn des Gastwirts Albert Hoffmann und seiner Ehefrau Katharine, geb. Seekamp, geboren. Nach dem Besuch der dortigen Volks-, Real- und Handelsschule erlernte Hoffmann in Bremen den Beruf des Rohtabak-Kaufmanns.

In den Jahren 1927 und 1928 erfolgte ein etwa einjhriger Aufenthalt als kaufmnnischer Volontr in Amsterdam. Als Rohtabak-Kaufmann bte er bis Juli 1933, unterbrochen von einer kurzen Zeit der Arbeitslosigkeit 1930, fr verschiedene Tabakhuser die Stellung eines "Reisenden" fr das Deutsche Reich und die angrenzenden Lnder aus.

Zwischen 1922 und 1925 war Hoffmann Mitglied in der paramilitrischen "Reichskriegsflagge" sowie von 1925 bis 1934 im "Freischar Ltzow" gewesen. 1925 gehrte er der "Nationalsozialistischen Arbeiterjugend" an und war nach eigenem Bekunden (1934ff.) auch Mitbegrnder der SA sowie der NSDAP-Ortsgruppe in Bremen. Der Eintritt in die NSDAP erfolgte nach Parteiunterlagen offiziell am 27. Juli 1926.


Beginn der Parteikarriere



Unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtbernahme begann Albert Hoffmanns in kurzer Zeit steil nach oben fhrende Parteikarriere. In der Kreisleitung Bremen fungierte Hoffmann seit dem 1.April 1933 als hauptamtlicher Kreispropagandaleiter.

Als Kreispropagandaleiter gestaltete Albert Hoffmann mageblich die erste "Mai-Feier" in Bremen mit. Mit Datum vom 1. Juli 1933 bernahm er in der Kreisleitung Bremen zustzlich die Leitung des Organisation-, Presse- und Personalamts und gab erst mit diesem Datum seine bisherige Berufsttigkeit als Rohtabak-Kaufmann auf.




Albert Hoffmann als Amtsleiter in der Partei-Kanzlei, 1936 (BDC)

Am 1. August 1934 wurde Hoffmann als besoldeter Politischer Leiter in den Stab des Stellvertreters des Fhrers (StdF), Rudolf Hess, nach Mnchen berufen. Im "Braunen Haus" bernahm Hoffmann zunchst die Sachbearbeitung von Beschwerden aus der Bevlkerung. Seine direkten Vorgesetzten waren Helmuth Friedrichs, Leiter der Abteilung II, und der Stabsleiter des StdF, Martin Bormann.

Durch Bormanns Protektion machte Hoffmann in Mnchen schnell Karriere. In der Position eines Amtsleiters bernahm er am 5. September 1935 das wichtige Amt II A (Allgemeine Organisationsangelegenheiten der Partei, sozial-, wirtschafts-, verkehrs- und agrarpolitische Parteiangelegenheiten, Volkstumspolitik, Verbindungsstelle zu den Hauptmtern und den Parteigliederungen).

Am 9. November 1936 trat Hoffmann, der seine aktive Mitgliedschaft in der SA im Juli 1934 gelst hatte, der SS bei (Mitgliedsnr. 278225). Mit Datum seines Eintritts wurde er zum SS-Obersturmfhrer befrdert und dem SS-Hauptamt unterstellt. Vom 15. Mai 1939 bis zum 21. September 1942 gehrte Hoffmann dem Stab des SD-Hauptamts bzw. RSHA an. In diesem Zeitraum erfolgten in rascher Folge mehrere Befrderungen bis zum SS-Obersturmbannfhrer.


Als Stillhaltekommissar in Wien, Reichenberg und Prag



Anlsslich des "Anschlusses" sterreichs an das Deutsche Reich im Mrz 1938 wurde Hoffmann zum "Stillhaltekommissar fr Verbnde und Organisationen" in Wien ernannt. Im Stab des von Hitler eingesetzten "Reichskommissars fr die Wiedervereinigung sterreichs mit dem Deutsche Reich", dem Gauleiter Josef Brckel, fr die Organisation der NSDAP, fr Vermgensabwicklungen sowie fr die "Auflsung" von Vereinen ttig.

Vom 1. Oktober 1938 bis 31. Mrz 1939 bernahm er zustzlich die Position des "Stillhaltekommissars fr Organisationen" sowie die eines "Beauftragten des Stellvertreters des Fhrers fr den Parteiaufbau" im Stab des damaligen Reichskommissars und - ab Oktober 1938 - sudetendeutschen Reichsstatthalters und Gauleiters Konrad Henlein.

Seit Mai 1939 war Hoffmann in gleicher Funktion im neu gebildeten "Protektorat Bhmen und Mhren" ttig. Als "Stillhaltekommissar" war Hoffmann in die Verfolgung von politischen Gegnern und Juden sowie an der "Arisierung" beteiligt. In Wien und Prag arbeitete er eng mit der Gestapo und dem SD zusammen.

Vom 1. September bis 25. November 1939 nahm Hoffmann als Unteroffizier in einer Kradschtzen-Schwadron der 1. Gebirgsjgerdivision (Generalmajor Ludwig Kbler) am Angriffskrieg gegen Polen teil. Zum Wachtmeister befrdert und mit der Auszeichnung des Eisernen Kreuzes 2. Klasse wurde Hoffmann bereits im November 1939 aus dem Wehrdienst entlassen.

Nach dem "Fronteinsatz" bernahm er wieder seine alte Funktion als Reichsamtsleiter im Stab des Stellvertreters des Fhrers. Zu seinen Hauptaufgaben gehrte die Abwicklung der Aufgaben des "Stillhaltekommissars" im Sudetengau sowie im Protektorat Bhmen und Mhren. Im April 1940 erfolgte die Ernennung von Albert Hoffmann zum Hauptamtsleiter der NSDAP-Reichsleitung.


Stellvertretender Gauleiter in Oberschlesien



Am 10. Februar 1941 wurde Hoffmann von Hitler zum Stellvertretenden Gauleiter im neu gebildeten Gau Oberschlesien ernannt. Am 3. Juni 1941 erhielt er zudem das durch den Tod des vorherigen Inhabers freigewordene Reichstagsmandat fr den Wahlkreis 17 (Breslau) zugesprochen.

In der Gau-Hauptstadt Kattowitz wirkte Albert Hoffmann mageblich an der Politik des Gauleiters und oberschlesischen Oberprsidenten Fritz Bracht (1899-1945) mit. Im Gau Oberschlesien bernahm er die Position des hauptamtlichen Gauwirtschaftsberaters und die Leitung des Gauamts der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Auerdem war Hoffmann als Vorsitzender der "Neuen Heimat" und als "Beauftragter des Gauleiters fr das Siedlungsgebiet Auschwitz" ttig.

Hoffmanns Vorgesetzter Bracht hatte sich im Juli 1942 in Begleitung von Heinrich Himmler eine Vergasungsaktion von Juden im Konzentrationslager Auschwitz vorfhren lassen. Bracht galt als extremer Antisemit vom Schlage eines Julius Streicher, dem Herausgeber des Hetzblattes "Der Strmer".

Wie Hoffmann in Vernehmungen gegenber US-amerikanischen und britischen Offizieren nach dem Krieg aussagte, besuchte er ebenfalls einige Male das Konzentrations- und Vernichtungslager, auch in Begleitung von Bracht und auch Himmler. In Oberschlesien war Albert Hoffmann auch an der Ausgrenzungspolitik und "Germanisierung" beteiligt.


In der "Heldenklau"-Kommission"



Ab dem 5. Mai 1942 erfolgte ein fnfmonatiger Einsatz von Hoffmann als "Beauftragter des Reichsleiters M. Bormann im OKW/Stab z.b.V." in der Kommission des von Hitler eingesetzten Sonderbeauftragten zur berprfung von Dienststellen der Zivilverwaltung und Wehrmacht, Generalleutnant Walter von Unruh. Bis September 1942 nahm er an der berprfung von Wehrmachtsdienststellen, Staats- und Zivilbehrden in den Reichskommissariaten Ostland und Ukraine sowie im Generalgouvernement teil.

Im "Stab Unruh" ("Heldenklau"-Kommission) war Albert Hoffmann fr die berprfung der zivilen Dienststellen von Partei, Ministerien und Behrden verantwortlich. Gleichzeitig amtierte er als Stellvertreter des Generals. Im Verlauf der Reisen der Sonderzugs durch die "Ostgebiete" gewann Hoffmann tiefe Einblicke in die Judenvernichtung, Germanisierungs-Politik und die brutalen Manahmen zur Rekrutierung von "OstarbeiterInnen".

Von fhrenden Vertretern der "Endlsung", darunter der Generalgoverneur Hans Frank und Odilo Globocnik dem Leiter der "Aktion Reinhardt", lie er sich die Arbeitsablufe und "Erfolge" schildern. In seinen Berichten an Bormann, die auch Goebbels und Hitler zur Kenntnis gelangten, zeichnete Hoffmann das Bild einer rcksichtslosen Besatzungspolitik.

Nach seinem Einsatz im "Stab Unruh" wurde Hoffmann am 20. September 1942 zum SS-Oberfhrer befrdert. Mit gleichem Datum erfolgte die Versetzung aus der Zustndigkeit des SD in den Persnlichen Stab des Reichsfhrers-SS. In Kattowitz setzte Hoffmann seine Aufgaben als Stellvertretender Gauleiter, Leiter der DAF sowie als Gauwirtschaftsberater fort. Bis zum Jahresende 1942 bereitete er die Reisen des "Stabs Unruh" zur berprfung von Dienststellen und Behrden im Reichsgebiet vor, an die er auf Unruhs und Hitlers Wunsch ab Januar 1943 wieder teilnehmen sollte. Es kam anders.



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