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Historisches Centrum
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Aktuelles

4.06.2017 15:00

ffentliche Erlebnisfhrung

Von der Urzeit ins Mittelalter
11.06.2017 11:00

Tauchfahrt in die Vergangenheit

Exkursion in den Steinbruch Hohenlimburg

Standorte



Der Hauptsitz des Historischen Centrums Hagen befindet sich seit 1998 in der frheren Kettenfabrik Wippermann im sdlichen Stadtteil Eilpe. Die Fabrik wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und 1996-1998 umfassend restauriert. In dem Gebudekomplex ist das Stadtarchiv untergebracht. Das Stadtmuseum wird gegen 2017/18 am Museumsplatz in Hagen wiedererffnet.

Das Museum fr Ur- und Frhgeschichte befindet sich im Wasserschloss Werdringen. Es handelt sich um eine frhere Burganlage aus dem 13. Jahrhundert. Sie besitzt eine wechselvolle Geschichte. Das Museum liegt in einer einzigartigen Natur- und Geschichtslandschaft am Ufer des Harkortsees im nrdlichen Hagener Stadtteil Vorhalle.






Altes Siedlungsgebiet


Der Hauptsitz des Historischen Centrum Hagen in Eilpe liegt in einer geschichtstrchtigen Gegend, ber die Johann Dietrich von Steinen in seiner 1756 verffentlichten "Westphlischen Geschichte" folgendes geschrieben hat:



Eilpe, so den Namen von dem Eilperbach, welcher nahe dabey in die Volme fliesset, trget, lieget an der Landstrasse, so von Hagen nach Delstern, Breckerfeld, und so weiter fhret. Es ist sonst dieser Ort sehr volckreich, und wegen der Degenklingen und Messerfabriquen sehr berhmt.


Johann Dietrich von Steinen: Westphaelische Geschichte, IV. Stck; Historie des Gerichts Hagen, Lemgo 1756, S. 1260




Eilpe, Lithographie, 1876

Das Volmetal bei Eilpe und Delstern zhlt zu den ltesten Siedlungsgebieten in der Region. Auf einem Bergrcken oberhalb des Historischen Centrums Hagen, am "Riegerbusch", konnten beispielsweise bei Bauarbeiten die berreste eines Siedlungsplatzes aus der Mittelsteinzeit archologisch nachgewiesen werden.

Am "Riegerbusch" fanden sich typische Steinwerkzeuge, unter anderem die so genannten Mikrolithen, die in dieser Form in einem lteren Abschnitt der Mittelsteinzeit vor rund 10.000 Jahren datieren. Die zahlreichen Steinartefakte wurden von Jgergruppen hinterlassen.

Auch aus den folgenden prhistorischen Epochen, aus der Jungsteinzeit sowie der Bronze- und Eisenzeit, liegen archologische Funde vor. So sind in den Waldungen bei Dahl und Rummenohl mehrere Grabhgel erhalten. In ihrer Gesamtheit dokumentieren die Befunde eine frhe Besiedlung des sdlichen Stadtgebiets von Hagen.


Archologische Befunde aus dem Mittelalter




In den Tlern der Volme und Selbecke werden immer wieder die Reste von Verhttungspltzen entdeckt. Sie stammen in der Regel aus dem frhen und hohen Mittelalter. Damals erfolgte die Verhttung von Eisenerz in so genannten Rennfeuerfen. Bereits im Hoch- und Sptmittelalter zhlte das mrkische Sauerland zu den wichtigsten "Industriegebieten" in Europa.

Auf der "Kuhweide" im Volmetal in Hinghausen bei Delstern frderten archologische Ausgrabungen die Reste einer mittelalterlichen Handwerkersiedlung zu Tage. Neben Scherben aus dem 9. bis 12. Jahrhundert sowie drei Hausgrundrissen wurden auch Hinweise auf die Produktion von Messerklingen festgestellt.

Ausgewhlte archologische Funde aus dem Gebiet um Eilpe sind heute im Stadtmuseum Hagen sowie im Museums fr Ur- und Frhgeschichte Wasserschloss Werdringen ausgestellt.


Mittelalterliche Hfe und Gter


Am 3. Mai 1019 wird in einer Urkunde des Klner Erzbischofs Heribert ein Hof Eilpe genannt. Er befand sich damals im Besitz der Abtei Deutz bei Kln. Dies ist bisher die lteste urkundliche Erwhnung eines Ortes auf dem heutigen Stadtgebiet von Hagen.

Der Hof Eilpe wurde bis in das 13. Jahrhundert wiederholt urkundlich erwhnt. Er war ein Teil der kurklnischen Herrschaft Volmarstein. Seit 1324 bzw. 1381 gehrte Eilpe zur Grafschaft Mark. Im "Schatzbuch" der Grafschaft Mark von 1486 wird eine "Eylper Burschop genannt. Demnach bestand Eilpe aus mehreren Hfen. Die Bauernschaft lag im Gericht und Kirchspiel Hagen, das im mrkischen Amt Wetter lag.

Die Grafschaft Mark wurde bis 1609 nacheinander von den Grafen von der Mark, den Herzgen von Kleve-Mark und - nach 1521 - von den Herzgen von Jlich-Kleve-Berg regiert. 1614 bzw. 1666 gelangte die Grafschaft Mark schlielich in den Besitz der Kurfrsten von Brandenburg (seit 1701 Knige von Preussen).

Im 17. und 18. Jahrhundert war Eilpe eine drfliche Siedlung. Neben Landwirtschaft und Viehhaltung sind im Volmetal bei Eilpe seit dem 16. Jahrhundert mehrere Schmieden und Hammerwerke belegt. Sptestens seit dieser Zeit wurde im Raum Eilpe-Delstern-Emst auch Bergbau auf Eisenerz, Kupfer, Blei und anderen Bodenschtzen betrieben.

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