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Stadtarchiv
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Ankndigungen

Geschichte



Das Westflische Musikarchiv (WMA) wurde am 3. Mrz 1962 auf Initiative des damaligen Stadtarchivars Walter K. B. Holz gegrndet. Es nannte sich zuerst Sdwestflisches Musikarchiv, nahm aber seinen jetzigen Namen schon nach kurzer Zeit an, als die Ttigkeit schnell regional ausgeweitet wurde.

Das WMA setzte sich sich zum Hauptziel, die Nachlsse westflischer Musiker, Komponisten und Musikwissenschaftler zu sammeln und zu betreuen, um sie vor dem Verlust zu retten. Das WMA bestrebte sich, die Auffhrungen musikalischer Werke aus seinen Bestnden zu frdern.

Es untersttzte und initiierte Vorhaben, die Bestnde wissenschaftlich auszuwerten, sei es im Rahmen von Dissertationen und Staats- oder Magisterarbeiten, sei es durch eigene Verffentlichungen. So sind zwischen 1962 und 1990 etwa dreissig Verffentlichungen in Buchform erschienen, die vom WMA herausgegeben wurden.

Die ra Walter Holz war gekennzeichnet durch die Sammlung von Nachlssen und Teilnachlssen sowie durch die Beschaffung von Materialien ber Leben und Werk der Zielgruppe. Hierzu wurden durch die Mitarbeiter des Stadtarchivs, vor allem durch Holz selbst, umfangreiche Briefwechsel gefhrt, die inzwischen selbst den Bestand des WMA bereichern.

Der Schwerpunkt der Bestnde betrifft Musiker, deren Lebensdaten innerhalb des Zeitraums von 18601970 liegt. Damit wird deutlich, dass die Materialien des WMA wertvolle Hinweise ber das Musikleben allgemein und ber Musikerpersnlichkeiten der wilhelminischen Epoche, der Weimarer Republik, des "Dritten Reiches" und der frhen Nachkriegszeit geben knnen.

Auch sind anhand von Einzelschicksalen tragfhige Aufschlsse ber die Umstnde mglich, die zum Entstehen der Wandervogelbewegung fhrten, die andererseits wegen ihrer vlkischen Wurzeln Affinitten zur nationalsozialistischen Ideologie aufwiesen.

Einige Nachlsse (z. B. Max Fiedler und Wilhelm Middelschulte) belegen beispielhaft, wie das amerikanische Musikleben durch deutsche, allgemeiner europische Musiker wesentliche Impulse erfahren hat.

In den neunziger Jahren lag der Schwerpunkt der Arbeit im WMA auf der Archivierung der Bestnde. Nachdem das WMA mit dem Stadtarchiv dem neu gegrndeten Historischen Centrum Hagen eingegliedert wurde, hat Prof. Klaus Hortschansky von der Universitt Mnster mit einer Studentengruppe die Archivalien gesichtet, geordnet und grob erfasst.

Die Materialen lagern im Archivepot nach Komponisten geordnet in konservatorisch einwandfreien Bedingungen. Ein gleichzeitig erstelltes Findbuch erleichtert externen Nutzern den schnellen und verlsslichen Zugang zu den Bestnden. Dieses Findbuch ist auch online einsehbar und wird in Krze durch die Mglichkeit von detaillierten Bestandsrecherchen erweitert.