Forum "Barbarossa": Beitrag 1 - 2002

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"Man stirbt nicht gern, wenn man 22 Jahre alt ist, aber ich war bereit..."
Der Krieg in Russland 1941 bis 1945 im Spiegel deutscher Feldpostbriefe

von Katrin Kilian

I

"Damals, als wir nach Frankreich fuhren, da war ich jeden Augenblick bereit zu sterben (...), ich war immer bereit, hatte wirklich abgeschlossen. Oh, es war nicht leicht; früher einmal und auch nachher wieder habe ich oft gesagt, dass ich ganz gern und leicht sterben würde; aber damals hab ich empfunden, wie leichtfertig dieses Geschwätz war; man stirbt nicht gern, wenn man 22 Jahre alt ist, aber ich war bereit...“ Diese reflektierenden Sätze verfasste der knapp 23jährige Gefreite Heinrich in einem Brief am 16. Dezember 1940 an seine Freundin. Wie viele andere auch war er "unsagbar glücklich“ gewesen, „dienen zu dürfen an diesem grossen Werk, das Europa ein anderes Gesicht geben wird." So hatte er es knapp ein Jahr zuvor, Ende Dezember 1939, an seine Eltern und Geschwister formuliert. Im Verlauf des Krieges mutierte für ihn dieses Gesicht zu einer scheusslichen, braunen Fratze. So ist es aus seinen Briefen aus dem Krieg zu erfahren.

Die Verbindung zwischen Front und Heimat hing an dem dünnen Faden der Postverbindung: Während des Zweiten Weltkrieges sind etwa 30 bis 40 Milliarden Feldpostsendungen allein im deutschen Postbereich verschickt worden. Das Informationsnetz aus privater Korrespondenz war filigran. Zoll- und Devisenkontrollen, Beschlagnahme oder Erbeutung ganzer Postsäcke verzögerten oder vereitelten die Übermittlung einer Sendung. Die Zustellung von Nachrichten und der Versand von Gütern über die Feldposteinheiten unterlagen ständig wechselnden Auflagen und Einschränkungen etwa durch Kontingentierung, so dass Post nur noch mit bestimmten Zulassungsmarken verschickt werden durfte. Postsperren, lange Transportwege, die bisweilen schwierige Organisation von Nachschubgütern, zu der die Post gehörte, ungünstige Wetterbedingungen, Einkesselung, Gefangenschaft, Verwundung, schnelle Vorstösse oder Rückzüge konnten dazu führen, dass die Verbindung unterbrochen wurde oder abriss.

Schliesslich kam noch die Zensur hinzu. Die Zensurbehörden der Wehrmacht prüften die Post stichprobenartig auf militärische Geheimnisse, später auf ideologische Inhalte. Was der deutsche Soldat nachhause zu schreiben hatte wurde in unzähligen Frontschriften und anderen zeitgenössischen Medien publiziert. Negativbeispiele wurden postuliert, Feldbriefeditionen aufgelegt, Musterbriefe gedruckt und in Film, Funk und Druckerzeugnissen vorgeführt. Auch in der Heimat war das Thema „Feldpostbrief“ in den Verbreitungsmedien ständig präsent. So sollten zum Beispiel keine Probleme, Klatsch und Tratsch mitgeteilt werden. Von der Front hingegen sollte stets ein positives Bild skizziert und mit Durchhalteparolen versehen sein. Buchbender und Sterz führen in ihrem Buch "Das andere Gesicht des Krieges" vor, wie eng Propaganda und Feldpost verknüpft sind: Das Bestreben der Propagandaorgane, die Einstellung der Briefschreiber zu kontrollieren, ging Hand in Hand mit dem Versuch, die Anschauungen des Verfassers der nationalsozialistischen Ideologie anzugleichen. Kritische Äusserungen fielen unter den nationalsozialistischen Straftatbestand der "Wehrkraftzersetzung", der mit Gefängnis, Zuchthaus oder dem Tode bestraft werden konnte. Die Gesamtzahl der wegen "Wehrkraftzersetzung" gefällten Urteile aufgrund von Feldpostbriefen wird auf 30.000 bis 40.000 geschätzt.

Feldpostbriefe waren die einzige Möglichkeit der Kommunikation zwischen Front und Heimat. Sie waren daher von existenzieller Bedeutung. Bis heute werden sie in vielen Familien wie ein Schatz gehütet. Sind sie doch meistens die einzigen Erinnerungsstücke an einen Vater, Bruder oder Ehemann, der nicht mehr aus dem Krieg zurückgekehrt ist. Sie stellen aber auch einzigartige Kommunikationszeugnisse aus einer aus den Fugen geratenen Zeit dar.

II

Am Sonntag, den 22. Juni 1941, nahm Finnland den Krieg gegen die Sowjetunion wieder auf. Der deutsche Berufssoldat Ernst, gerade einmal 25 Jahre alt, schrieb an diesem besagten Sonntag im Zug einen Brief an seine schwangere Frau Irene nach Giessen: "Liebste Frau, dass ich diese Zeilen während des Transportes schreibe, wirst Du aus der Schrift ersehen. (...) Jetzt ist es 8.15 Uhr und wir befinden uns in Erfurt. Hier überschüttet man uns mit Blumen, Blumen und immer wieder Blumen. Wohin es geht, wirst Du heute morgen schon vernommen haben. Wir fahren zu den finnischen Kameraden." Bald darauf wird Ernst nach Russland kommandiert werden.

Der Angriff auf Russland am selben Tag stellt heute in der Geschichtsbetrachtung eine besondere militär-politische Zäsur dar. Wie ist der Überfall und der Krieg auf russischem Boden damals von deutschen Soldaten erlebt worden? Exemplarisch sollen einige von ihnen durch ihre damals verfassten Feldbriefe zu Wort kommen: Heinrich, Heinz, Alois, Ernst und seine Frau Irene sowie die Brüder Paul und Eberhard. Sie befinden sich in ganz unterschiedlichen Situationen.

Alois musste 1940 Soldat werden. Der Ehemann und Vater war 32 Jahre alt, als er am 25. Juni 1941 an sein Friedchen schrieb: "Es hat sich in den letzten Tagen sehr viel geändert. Wir liegen ca. 20 km von der russischen Grenze entfernt und warten weitere Befehle ab. Von Kampfhandlungen haben wir bis jetzt noch nichts zu sehen und zu hören bekommen. Die Ereignisse haben sich schnell geändert. Das bedeutet auch für mich eine grosse Umstellung. Die Annehmlichkeiten eines Privatquartiers usw. haben nun aufgehört. Wir kampieren hier in einem Wald - weit und breit kein Dorf und keine Stadt, nur vereinzelt stehen kleine Bauernhütten nach echt polnischem Muster. Der Abschied von Bammental war sehr herzlich. Das ganze Dorf war auf den Beinen, mit Blumen geschmückt marschierten wir am 21.6. um 11 Uhr nach Neckargemünd ab. Während der Fahrt stellten wir anhand der Richtung fest, dass es nach Osten geht. Am Sonntag morgen erfuhren wir dann die wahre Lage über Russland. Am Dienstag 2.00 Uhr früh wurden wir ausgeladen, marschierten noch 15 km und bezogen unsere erste Stellung. Wie sich nun alles weitere entwickelt, kann man jetzt noch nicht sagen, doch sehe ich ruhig und gefasst allem entgegen." Alois gehörte zur 8. Kompanie des Regiments 321, 197. Infanterie-Division, 6. Korps der 9. Armee, Heeresgruppe Mitte.

Im Juni 1941 befand sich der bereits eingangs zitierte Heinrich in Deutschland in einem Schulungslager. Er bedauerte, bei dem Überfall auf Russland nicht dabei sein zu dürfen. Ende Juni richtete er an seine Freundin die folgenden Zeilen. "Auch am Soldatentum zieht mich dieses Absolutgestelltsein ungeheuer an, und es reizt mich geradezu; deshalb ist meine soldatische Sehnsucht wirklich, immer an der Front zu sein... gerade jetzt, wo wieder eine Offensive in Gang ist - und es muss doch herrlich sein, in diese unendliche Weite Russlands vorzustossen - ich leide masslos darunter, so immer und immer den Krieg nur im Schatten, nur in Schulen oder Kasernen zu verleben und zum allergrössten Teil in dumpfen und dreckigen Stuben, wie ein in Ehren Gefangener, Du weisst es..." Diese soldatische Sehnsucht wird ihm im Verlauf des Krieges noch erfüllt werden.

Auch Ernst war begeistert und voller Siegesgewissheit. Seiner Frau berichtete er am 26. Juni 1941 aus Finnland: "Wir sind nach den grössten Strapazen jetzt an unserem ersten Ziel angekommen. Bald werdet ihr es im Rundfunk hören, ein grosses Kesseltreiben wie damals in Polen. So wird es hier ebenso sein. Dauernd gehen die Züge nach dem Osten und wir glauben, dass der grösste aller Siege errungen ist. Diesmal geht es um etwas ganz anderes als damals im Westen. Jetzt heisst es ran und alles vergessen. Na ja, bald werden wir fertig sein. Wir glauben das. Mir geht es wie immer in solchen Tagen besser als je. Jetzt weiss man, worum es geht und man sieht, dass etwas geschafft wird. Wenn es ja so weitergeht, sind wir bald in Moskau."

Nüchterner fielen die Beschreibungen von Alois aus, die er am 30. Juni notierte: "Wir liegen hier auf einer Wiese und haben unsere Zelte aufgeschlagen. In den letzten Tagen sind wir viel marschiert, immer vorwärts dem Feinde entgegen. Manchmal marschieren wir während der Nacht und ruhen am Tage, manchmal auch umgekehrt. Aber immer geht es über staubige und endlos erscheinende Landstrassen, an uns vorbei fahren fast ununterbrochen hin und her die anderen Fahrzeuge des Heeres, Autos, Lastwagen, Omnibusse, Panzerwagen u.s.w. An den ersten zerstörten Dörfern sind wir schon längst vorbei, es sind trostlose Bilder, die sich uns da bieten. Rechts und links der Strassen liegen unübersehbare Trümmer von Kriegsgerät aller Art, das die Russen bereits verloren haben. Auch viele Gräber, einzelne und Massengräber, von Freund und Feind sind die stummen Zeugen eines harten Kampfes." Alois spricht nicht von Sieg, aber von der Hoffnung auf ein rasches Kriegsende: "Man kann jetzt schon sagen, dass der Krieg im Osten bald beendet sein wird. Möge der Tag nicht so ferne sein, wo wir uns alle froh und gesund wiedersehen."

III

Feiertage stellten für die auseinandergerissenen sozialen Gruppen, vor allem für die Familien, besondere Einschnitte dar. Sie boten zeitliche und emotionale Orientierungspunkte. So wurde etwa gehofft, zu bestimmten Feiertagen beisammen sein zu können oder man liess den Korrespondenzpartner durch detaillierte Berichte an dem Fest assoziativ teilhaben. Referenzpunkte boten hier die entsprechenden Traditionen. Besonders ausführlich wurde das Weihnachtsfest in den Feldbriefen beschrieben. Um die Jahreswende 1941/42 war der Stimmungsabfall bei den deutschen Soldaten, die im Osten eingesetzt waren, deutlich wahrzunehmen. Für sie und ihre Angehörigen konnten die Feiertage eine schmerzvolle Zeit der Trennung sein. Am Mittwoch, den 24. Dezember 1941 fasste Alois, dessen zweiter Sohn im September zur Welt gekommen ist, in einem Brief an seine Frau und seine Kinder diese Stimmung zusammen: "Eine Zeit und ein Fest, dem ich mit Hoffen und Bangen entgegensah, ist gekommen. Es war eine grosse Enttäuschung für mich." Er beschrieb unumwunden die hohen Belastungen, denen er ausgesetzt war. "Wir liegen jetzt bereits über 6 Wochen lang in vorderster Linie vor dem Feind, in Erdlöchern, sog. Bunkern, hausen wir und es fehlt oft am allernotwendigsten. Seit 2.8. sind wir nun in dauerndem Einsatz mit nur wenigen Tagen Unterbrechung. Die Kompanie, so wie wir in Bammental ausgezogen sind, besteht fast nicht mehr, wir haben rund 90 % Ausfälle zu verzeichnen, Tote, Verwundete und Vermisste mit eingerechnet. Ich bin also noch einer von den wenigen, die immer noch dabei sind, von den alten Kameraden ist überhaupt keiner mehr da. Becker R. ist im Lazarett, er hat erfrorene Füsse. Die Kälte ist ja das schlimmste, was wir hier zur Zeit auszuhalten haben. Ich muss mich manchmal wundern, dass ich bis jetzt verhältnismässig alles noch so gut überstanden habe. Aber die zwei härtesten Monate stehen noch bevor. Am heiligen Abend sind wir für 3 Tage abgelöst worden, wir marschierten ca. 6 km weiter zurück in eine halb zerstörte Ortschaft. Wir mussten durch hohen Schnee waten und brachen oft ein bis an den Hals. Wir freuten uns aber dennoch, dass wir endlich mal wieder für ein paar Tage in einen geheizten Raum kamen und ausserdem war ja heiliger Abend. Aber leider hat uns das liebe Christkindchen scheinbar vergessen. Weder Post von zu Hause noch sonst etwas ausser unserer üblichen Verpflegung hat man für uns bereitgestellt, demnach war auch die Stimmung. Ich muss schon sagen, es sind traurige Weihnachten, so hätte ich es mir nie vorgestellt. Noch nicht einmal eines unserer herrlichen Weihnachtslieder wurde gesungen, kein Schluck Wein, kein Gebäck, ich verstehe manches nicht mehr." Er, der zusammen mit seinen Kameraden „wie die Halbwilden“ lebte, bat sehnlichst um Post und Süssigkeiten von zuhause.

Auch Ernst, seit kurzem Vater, befand sich nunmehr im Osten, aber nicht wie erwartet in Moskau. Zu Weihnachten 1941 konnte er kaum beschreiben, wie ihm zumute ist. "Es ist eine grausame Zeit. Irene, wenn Du wüsstest, wie mir so oft zumute ist. Ich könnte verrückt werden. Ich schreie manchmal laut, um mir Luft zu machen. Meine Kameraden, die mit mir im Erdbunker liegen, erschrecken zusammen. Aber ihnen ergeht es ja auch nicht anders. Sie werden von dem gleichen Koller befallen. Man glaubt, die Nerven zerreissen. Dieses elende, grausame Russland. Und wenn ich nicht wüsste, dass Du tapfer bist, dass Du liebe Briefe an mich schreibst, die aber nicht bei mir ankommen. Der militärische Nachschub ist wichtiger. Das wissen wir ja. Noch sind wir auch vernünftig. Aber es ist verdammt schwer. Bitte, bitte Irene, schreibe so oft Du kannst. Erzähle mir von unserem Töchterchen. Sei nicht sparsam mit Deinen Schilderungen. Nur mit Deinen Briefen kannst Du mich erfreuen, mich stützen. Ich weiss, Du bist so tapfer und Du kannst mir so viel geben, und ich kann die Kraft, die ich aus Deinen Briefen empfange weitergeben an meine Kameraden. Ich bin so stolz auf Dich." Die Zuversicht, die aus seinem Brief vom Juni herauszulesen war, ist einer Ernüchterung gewichen. Der "grösste aller Siege" war noch nicht errungen und dass es "um etwas ganz anderes als damals im Westen" ging, erhielt nun ungeahnte Konturen.

Im Januar 1942 waren viele der ersehnten Weihnachtspäckchen und Briefe noch immer nicht bei den Soldaten in Russland angekommen. Die Stimmung sank stetig. "Auf die ersehnten Weihnachtspäckchen warten wir immer noch. Du kannst Dir ja denken, wie es einem da zu Mute ist, ohne Gruss aus der Heimat bei dieser Kälte hier auszuhalten. Die Füsse habe ich mir auch schon halb erfroren, ich glaube, dass ich es nicht mehr lange so aushalte. Wer hätte auch gedacht, dass es so lange dauern würde. Was wir hier alles auszuhalten haben, kann sich in der Heimat niemand vorstellen. Und doch will ich den Glauben nicht verlieren, dass es auch wieder anders wird." Am Ende des Monats litt er bei minus 25 bis 45 Grad an Erfrierungen an Nase, Ohren und einigen Zehen. Seine Ablehnung gegen den Krieg wird so deutlich, dass sein Brief vom 27. Januar 1942 - wäre er in die Hände der Zensurbehörden gefallen - mit grosser Wahrscheinlichkeit militärstrafrechtliche Konsequenzen gehabt hätte: "Nach fast 4 Wochen komme ich wieder dazu, Euch ein paar Zeilen zu schreiben. Wundere Dich über nichts mehr, ich selbst habe mich mit vielem abgefunden und lebe dahin so stumpfsinnig wie ein Tier. (...) Es ist wirklich zum Heulen, was man hier als Mensch mitmachen und aushalten muss. (...) Ich kann Dir ja noch lange nicht alles schreiben, wie es hier zugeht, aber dass es eine qualvolle Leidenszeit für mich ist, darfst Du ruhig wissen. Vielleicht überstehe ich alles und komme doch noch einmal heim, aber wann wird die Stunde kommen? Es ist zum Verzweifeln, wenn ich daran denke, wie unsere Kinder heranwachsen und ich sehe und höre nichts von ihnen. Wie schön könnte doch alles sein, wenn dieser verfluchte Krieg nicht wäre." Die Nachschublage war katastrophal, denn "die meisten Weihnachtspäckchen sind bis jetzt noch nicht angekommen." Dies wurde durch solche Äusserungen auch für die Korrespondenzpartner offensichtlich.

IV

Nur selten sind in Feldpostbriefen aus dem Zweiten Weltkrieg konkrete Hinweise auf Vergehen zu finden. Von den Zensurbehörden wären sie geschwärzt worden. Der 27jährige, ledige Gefreite Heinz, seit Februar 1942 in Russland eingesetzt, berichtete am 20. Mai 1942 in einem Brief an seine Schwester: "Wir sind ja auf einen langen Krieg eingerichtet und haben auf jedem Gebiet vorgesorgt und selbst wenn wir uns mit der Verpflegung noch mehr einschränken müssen, der Siegeswillen des Volkes ist nicht zu erschüttern. (Ich habe nämlich gehört, dass es im Sommer für die Zivilbevölkerung kein Fleisch + weniger Brot geben soll, da man ja bekanntlich im Sommer sowieso wenig isst.) Aber wir werden auch das noch überstehen, denn es ist bestimmt der letzte Kriegssommer und ich glaube auch nicht, dass es noch einen Kriegswinter in Russland gibt." Mit der Siegesgewissheit schwingt in diesen Zeilen auch die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende mit. Grundlage dieser Hoffnung war allerdings eine ganz konkrete Befürchtung: "Wir werden und müssen siegen, denn sonst würde es uns schlecht gehen. Das ausländische Judengesindel würde sich fürchterlich am Volk rächen, denn hier sind, um der Welt endlich Ruhe + Frieden zu bringen, hunderttausende von Juden hingerichtet worden. Vor unserer Stadt sind auch 2 Massengräber. In einem liegen 20.000 Juden + und dem anderen 40.000 Russen. Zuerst ist man zwar davon erschüttert, aber wenn man an die grosse Idee denkt, dann muss man ja selbst sagen, dass es nötig war. Jedenfalls hat die SS ganze Arbeit geleistet und man hat ihr viel zu verdanken." Dieser Brief ist wegen seiner direkten und unüblichen Beschreibung von Gräueltaten ein besonderes Zeitzeugnis. Es ist eines der Feldpostdokumente, die in die kürzlich eröffnete Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944“ eingingen.

Der 20jährige Paul war seit April 1942 in Russland eingesetzt. Ende Mai berichtete er von Gefangennahmen. "Es ist also hier viel los, zumal wenn der Russki durchgebrochen ist. Auf besagtem Hügel sammeln sich in den letzten Tagen die Gefangenen, unvorstellbar viele, unvorstellbar schmutzig. Es sind auch viel Frauen darunter, meist Sanitätsfrauen, die sich der Verwundeten annehmen, aber auch Flintenweiber in jeder Ausführung. Derjenige, der gegen Russen gekämpft hat, kennt kein Mitleid mit ihnen, ich auch nicht. Sind ihre Kommissare dabei, dann sind es Russkis, kaum in Gefangenschaft wimmern sie: 'Nix Russki, ich Ukrainski!' Manchmal behaupten sie sogar, sie wären Deutsche! Ein hinterlistiges Pack!"

Am 25. November 1942 fiel Alois im Raum Belyj.

V

Heinz erlebte 1942 seinen ersten Winter in Russland. Im Oktober war er noch siegesgewiss: "Wenn ich bis Weihnachten keinen Urlaub bekomme, wird es also ein frohes Fest werden ohne Päckchen, ohne Post, auf der Landstrasse, womöglich noch recht kalt. Prima. Na, wir werden ja sehen. Vielleicht wird alles besser, als wir denken und evtl. feiern wir das Fest in Sta­lingrad oder Moskau." Einen Monat später, am 22. November 1942, begann die Einkesselung deutscher Truppen in Stalingrad. Es war ein Sonntag.

Diejenigen, die Weihnachten 1942 dann in Stalingrad verbringen mussten, erlebten es ganz unterschiedlich. Paul schrieb an seine Eltern und Geschwister aus dem Kessel: "Noch ganz im Zauber dieses meines ersten Front-Weihnachtsfestes haben wir als Abschluss unsere kleinen, aber doch so ergreifenden Feier uns hingesetzt für ein paar Minuten, um Euch daheim ein paar Zeilen zu schreiben. Zu dritt haben wir gefeiert, wenn wir auch keine Tanne hatten, so aber ein schönes besinnliches und doch fröhliches Weihnachten gefeiert. Unsere Teller waren voll, voller als unser Magen jetzt, der mit vielen Süssigkeiten, Keksen, Knäckebrot, vermengt mit einem steifen Grog nebst Bohnenkaffee überfüllt ist. Ein paar nette Überraschungen erlebten wir, über die ich im nächsten Brief berichten werde. Ein Erlebnis besonderer Art war auch die Weihnachts-Ringsendung, die Ihr sicher auch gehört habt. Ein Soldat, nicht weit von uns, sprach darin und ich bin gewiss, dass in diesem Augenblick unsere Gedanken nahe beieinander waren." Am 29. Dezember berichtete er noch einmal von Weihnachten in Stalingrad: "Zur Weihnachtsfeier haben wir den Bunker festlich auszustatten versucht, sogar einen tannenartigen Zweig habe ich gefunden, etwas primitiv mit Pappfiguren behangen, - und hokuspokus, man hat einen Weihnachtsbaum! Lichter sind zwar nicht dran, aber dafür brannte der Adventskranz, der übrigens aus Gewehrreinigungsdochten, Gasplanen und Draht gefertigt wurde." Kaum eine Woche später, seit dem 5. Januar 1943, bleibt er vermisst. Er kehrte nicht mehr aus dem Krieg zurück.

Im Westen wurden die Soldaten "mit einem Berg Keks, sechs Rollen Drops" beschenkt, aber - so empfindet es Heinrich zu Weihnachten 1942 - "den Geschenken der Wehrmacht haftet etwas Sonderbares an; sie können schlecht schenken." In der nationalsozialistischen Propaganda wurde stets versucht, sich den christlichen und zivilen Festen zu bemächtigen. "Leider muss ich auch die ‚Rede von Herrn Reichsminister Dr. Goebbels hören. Na, es wird auch diese Rede vorübergehen. (...) Es ist ganz entsetzlich, aus dem Munde dieses Mannes Verse von Hölderlin zu hören... wohin soll Deutschland noch gehen, Deutschland, das doch wirklich gross und gut und edel ist. Es ist ganz entsetzlich, dass soviel geschwätzt und gelogen werden muss; warum bloss." Zu diesem Geschwätz und den Lügen gehörte auch die Verschleierung der Katastrophe in Stalingrad. Doch die Einkesselung und der fürchterliche Situation der eingeschlossenen deutschen Soldaten sprach sich herum. Durch die Briefe der Soldaten sickerten Informationen durch, die vom Propagandaministerium verschwiegen oder beschönigt wurden. Am 21. Januar 1943 berichtete Heinz folgendes: "Von Egon habe ich auch einen Brief bekommen. Abge­gangen am 23.12. Er steckt im Kessel bei Stalingrad. Nachschub nur durch die Luft. 7 Mann 1 Brot, nur kalte Kost, viel Arbeit und dauernd Kämpfe. Es soll furchtbar sein. Sind damals schon 4 1/2 Wochen einge­schlossen gewesen."

Eberhard, erhielt noch immer Post von seinem älteren Bruder Paul, der in Stalingrad bereits vermisst ist. Am 20. Januar 1943 schreib er an seine Schwester: "Unser Bruder Paul hat in den letzten Tagen sehr eifrig Post ankommen lassen. Anbei die 3 letzten Briefe." Sie müssen also mehr als zwei Wochen unterwegs gewesen sein. Eberhard bat die Schwester, die Briefe aufzuheben. "Die Briefe steigen ständig im Wert, wo es doch so bitterernst um Stalingrad steht. Die deutschen Stellungen, die um die Stadt gezogen waren, mussten, laut gestriger Zeitung, um wieder mehrere Kilometer zurückverlegt werden; und heute sprechen sie sogar von der Einnahme des letzten deutschen Flughafens in diesem Kessel. - Pauls Briefe sind noch sehr froh gehalten, da die Schlacht erst richtig am 10. - 11. Januar begann. Der neueste Brief ist vom 5.1.43." Den 17-Jährigen bewegten andere Dinge, nämlich, "dass unsere Opernaufführung an diesem Tage ausfällt. Kartenverkauf findet aus Anlass des 10. Jahrestages des NSDAP-Sieges überhaupt nicht statt. Am Samstag und am Sonntag sind nur geschlossene Aufführungen."

Die Propaganda-Ämter der NSDAP arbeiteten vehement daran, die Niederlage bei Stalingrad zu verschleiern. Ein geheimer Lageberichte des Sicherheitsdienstes der SS vom 4. Februar registrierte dennoch eine tiefe Erschütterung der Bevölkerung angesichts der verlorenen Schlacht um Stalingrad. Es war ein Donnerstag, der 18. Februar 1943, an dem der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast vor einer geladenen Zuhörerschaft eine Rede hielt. Darin rief er die Bevölkerung zur totalen Mobilmachung für den Krieg auf. Die Rede Goebbels mündete in die Suggestivfrage "Wollt ihr den totalen Krieg?" Die Menge antwortete mit einem fanatischen "Ja" und tosendem Beifall.

Der noch immer in Russland stationierte Heinz arbeitete mittlerweile in einer Schreibstube. Er hatte Auszüge aus dieser Rede gehört. "Gestern habe ich Teile der Goebbels-Rede gehört. Der VB sagt, es war ein Volksentscheid für den Krieg. Jedenfalls war es sehr interessant + die Rede hat bei den Kameraden ungewöhnlich viel Aufsehen erregt. Überhaupt ist man jetzt hier politisch + militärisch sehr interessiert. Früher hat sich kein Mensch dafür interessiert, jetzt ist es aber scheinbar doch spannend geworden. Na, hoffen wir, dass uns die Zukunft recht viel Gutes bringt. Ich glaube jedenfalls an den baldigen Frieden." Wie bei vielen anderen seiner Kameraden ersetzten die Wörter "Frieden" oder "Kriegsende" schon seit einiger Zeit den Begriff "Sieg".

Auch in der Heimat wurde die Rede Goebbel’s zum Gerede. Irene hat die Rundfunkübertragung sehr aufgewühlt. Sie notierte in einem Brief an Ernst am Tag der Sendung folgendes. "Ja, ich bin eigentlich noch ganz im Banne der grossartigen, einzig dastehenden Rede von Dr. Goebbels. Hoffentlich hast Du sie auch hören können. (...) Was ich Dir zu antworten habe, passt gar nicht zu dieser nächtlichen Stunde. Ich möchte lieber bei Dir sein und möchte auch Deine strahlenden Augen gesehen haben, als Goebbels in der Schlussrede die Deutsche Nation aufrief, vor der feindlichen Welt ein Gelöbnis abzulegen. Aus vollem wahren Herzen antworten wir alle mit ja. Ich habe es nicht anders erwartet. Das waren echte deutsche Männer und Frauen, die im Sportpalast diesen historischen Stunden angehören durften. Man kann wahrhaftig diese Stunden des 18.2.43 historisch bezeichnen. Eine solche Treue, ein solches Treuebekenntnis glaubte ich noch nie vernommen zu haben. Und erst recht nicht unsere Feinde. Mögen sich nur jede deutsche Frau und auch Mann ihre deutsche Herkunft würdig erweisen, indem sie das Gebot der Stunde aufnehmen und auch danach handeln. Mich hat diese Rede und diese spontane Kundgebung geradezu überwältigt. Ich hätte mitschreien können, in die Hände klatschen! Ich konnte gar nicht ruhig sitzen bleiben."

VI

In den Briefen gab es auch Schweigegrenzen. Gewalt wurde zum Beispiel kaum thematisiert. In den Feldpostdokumenten von Soldaten ist ein Schweigen über Extremsituationen gleichermassen offenkundig. Das Unbeschreibliche des Krieges fand kaum Niederschlag. Stattdessen wurden solche Erlebnisse umschrieben, kaschiert, verharmlosend, ausweichend angedeutet.

Heinrichs soldatische Sehnsucht vom Juni 1941, "immer an der Front zu sein... gerade jetzt, wo wieder eine Offensive in Gang ist" und in die "unendliche Weite Russlands vorzustossen" erfüllte sich am 28. Oktober 1943. "Die Nacht“ allerdings, so beschrieb er sie am folgenden Tag "ist erfüllt von Wahnsinn." Ein Angriff auf den Zug, in dem er zusammen mit seinen Kameraden nach Russland gebracht werden sollte, war angegriffen worden. Zwischen "drei zerquetschten Waggons, zwischen Toten und Verwundeten" hat er nahezu unverletzt den Angriff überlebt. Für den Ausdruck seines Schreckens und seines Entsetzens fehlten ihm die Worte. Diese Sprachlosigkeit löste sich bei den Briefverfassern bis Ende des Krieges nicht. Oftmals überdauerte sie die Nachkriegszeit.

Irene war Ende Januar 1945 kaum noch zuversichtlich. Von ihrem Mann hatte sie lange nichts mehr gehört. Am 30. Januar richtete sie aus Lauterbach ein paar Zeilen an ihn. "Von Dir habe ich immer noch keine Post. Wo werden sich Deine Briefe herumtreiben? Soll Frankfurt Schuld sein, oder sonst eine Stadt, die diese Luftgangster angegriffen haben? Wo wirst Du sein? Mein Schatz, ich könnte verrückt werden. Was muss ein Mensch aushalten? Diese Ungewissheit, noch dazu, dass meine Hoffnungen, meine Zuversicht von Tag zu Tag kleiner werden. Mutti glaubt an gar nichts mehr, ich darf es mir nur nicht anmerken lassen, dass ich auch die Fittiche hängen lasse, und dennoch, mein Schatz, wir dürfen den Glauben an den Endsieg nicht aufgeben." Nationalsozialistische Schlagwörter sind hier zu leeren Worthülsen gestockt.

Von Eberhard werden wir keine Briefe mehr lesen. Er ist mit 18 Jahren im Dezember 1944 gefallen. Auch Heinz kehrte aus diesem Krieg nicht zurück. Seit Februar 1945 gilt er als vermisst. Sein Schicksal ist, wie das vieler anderer auch, bis heute ungeklärt. Ernst und Heinrich hingegen überlebten den Krieg. Gegen Ende gerinnen ihre Erfahrungen zu Emotionen, die kaum greifbar sind: "Wie schrecklich schwer ist doch das Schicksal jedes einzelnen Soldaten in diesem grässlichen Krieg, und wie wenig wird an den unbekannten Soldaten gedacht, an Jedermann." beklagte Heinrich am 31. März 1945. Er setzte an diesem Karsamstag hinzu: "... nur nicht mehr Soldat sein müssen, o Gott, wie hasse ich diesen Krieg und alle, die ihn lieben...." Und wenig später: "Allem menschlichen Wahn ist ja eine Grenze gesetzt, und diese Grenze ist erreicht", schrieb er am 3. April 1945 an seine Frau. Einen Monat vor Kriegsende notierte auch Ernst an seine Irene, "Sorge Dich nicht, wenn ich nun eine längere Zeit nicht schreiben kann. Es wird der letzte Brief sein, bitte, bitte, bleibe tapfer. Du wirst von mir hören. Es wird das internationale Rote Kreuz sein. Irene, gewiss, es werden sorgenvolle Wochen kommen, aber vergiss nicht, dass ich nur an Dich und die Kinder denke, an Euch alle." Der Ausdruck von Emotionen wurde in den Briefen vielleicht zu einer der wichtigsten Botschaften im Ausnahmezustand "Krieg".

Ernst kehrte nach seiner Gefangenschaft in britischem Gewahrsam zurück und gründete eine Gärtnerei. Der Briefverfasser Heinrich, von dem hier die Rede ist, ist Schriftsteller geworden: Heinrich Böll engagierte sich in der Friedensbewegung und erhielt 1972 den Nobelpreis für Literatur. In vielen seiner Werke hat er den Krieg und die Nachkriegszeit thematisiert. Seine "Briefe aus dem Krieg" sind im Herbst 2001 publiziert worden.

Die Briefe vieler seiner ehemaligen Kameraden hingegen sind bis heute kaum öffentlich zugänglich, obwohl die Nachfrage nach solchen Dokumenten aus den Bereichen Kultur, Lehre und Wissenschaft steigt. Vor allem für Wissenschaftler ist eine systematische Recherche nach diesem authentischen Material kaum möglich. Die Namenlosen, die den Krieg letzten Endes befehlsgetreu ausgeführt haben, werden zunehmend von der Forschung befragt. In der Erfahrungs- und Mentalitätsgeschichte sowie anderen, ganz unterschiedlichen Forschungsgebieten ist die Quelle "Feldpostbrief" etabliert.

Ein Berliner Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensdokumente aus dem Zweiten Weltkrieg zu sammeln, zu archivieren und zugänglich zu machen. Die Tatsache, dass die Kriegsgeneration ausstirbt und mit ihnen Zeitzeugnisse im Altpapiercontainer verschwinden, macht ein rasches Handeln erforderlich. Ihre Angehörigen könnten noch Fragen etwa nach Standorten, Einsatzgebieten, Schulbildung, Geburtsdatum und -ort beantworten, die unabdingbar für eine systematische Katalogisierung sind. Rund 40.000 Archivalien sind seit Januar 2001 bereits aus privaten Haushalten zusammengetragen worden. Darunter befindet sich unter anderem ein umfangreiches Konvolut über gut 2.000 Dokumente, das die Korrespondenz zwischen einem Paar von 1937 bis 1945 umfasst. Es sind die Schriftstücke von Ernst und Irene Guicking. Die Briefe von den beiden sind im Herbst 2001 als erste komplette Ausgabe "Sei tausendmal gegrüsst" auf CD-ROM mit einem von Studentinnen und Studenten entwickelten Schlagwortsystem publiziert worden. Wir unterstützen Wissenschaftler, Pädagogen und Kulturschaffende in der Ermittlung von für sie relevanten Lebensdokumenten aus dem Zweiten Weltkrieg. Hierzu haben wir ein Online-Forum eingerichtet: <http://www.feldpost-archiv.de>

Aus den Selbstzeugnissen ist nicht zu erfahren, wie der Krieg war, sondern wie er wahrgenommen wurde. Hierin begründet sich der Quellenwert von Feldpostbriefen. Sie tragen die Handschrift des "unbekannten Soldaten". Sie werfen Schlaglichter auf den bis heute im Schatten stehenden "Jedermann". Die Betrachtung der deutschen Kriegsführung, in den nicht nur 17,2 Millionen Wehrmachtsangehörige und eine Million Angehörige der polizeilichen Organisationen eingebunden waren, sondern auch die Zivilbevölkerung in der Heimat und im Ausland, lässt sich in seiner Komplexität kaum erfassen, wenn nicht auch die Perspektive dieses Einzelnen berücksichtigt wird. Als kleinstes Bauteil im Räderwerk des totalitären Regimes vermögen seine Selbstzeugnisse Aufschluss zu geben über die Mikromechanismen der bis heute bedrückenden Stabilität und Effizienz des "Dritten Reiches". Die Beschäftigung mit den Erfahrungen der Kriegsgeneration bleibt dabei so lange aktuell, wie der "Wahn", von dem nicht nur Bölls Feldbriefe sprechen, aktuell ist.

Briefquellen:
Feldpost-Archiv Berlin, Signatur mkb-fp-0287; mkb-fp-0229; mkb-fp-0230; mkb-fp-0079.
Heinrich Böll: Briefe aus dem Krieg 1939 - 1945. Herausgegeben und kommentiert von Jochen Schubert. Köln 2001.
Briefe aus Russland. Feldpostbriefe des Gefreiten Alois Scheuer 1941 - 1942. St. Ingbert, o.D.
Sei tausendmal gegrüsst. Feldpost-Briefwechsel von Irene und Ernst Guicking 1937 - 1945. Mit CD. Berlin 2001.

© Dr. Katrin Kilian

URL: http://www.historisches-centrum.de/forum/kilian02-1.html